23 02 09

Serie Web 2.0 im Kulturbereich – Basiswissen: Was ist das Web 2.0?

Autor: Karin Janner

Die einen bewegen sich selbstverständlich durch Social Networks wie Xing, Facebook oder Linked In, bloggen und nutzen Twitter für Kurznachrichten. Den anderen ist das Internet, insbesondere das “Web 2.0″, immer noch ein großes Rätsel.

Die meisten Kulturschaffenden, Künstler und Kulturmanager gehören zur Gruppe 2, daher wird das Web 2.0 im Kulturbereich kaum eingesetzt.

Mit der stARTconference wollen wir sowohl  “die einen” ansprechen und mit ihnen die neuesten Trends und Möglichkeiten des Web 2.0 auf hohem Niveau diskutieren, als auch “die anderen”, die sich bisher mit diesem Thema noch nicht oder nur am Rande auseinandergesetzt haben.
Ihnen zeigen wir, was es grundsätzlich für Möglichkeiten gibt und geben ihnen Wissen, Informationen, Werkzeuge und Tipps für einen sicheren Start ins Web2.0 mit.

Um dieser Gruppe den Einstieg in das neue Thema zu erleichtern, wird es hier auf dem stART.09 Blog eine Serie geben:

Web 2.0 im Kulturbereich – Basiswissen

Jeden Montag werde ich hier Grundlagen und Begriffe erläutern und Werkzeuge des Web2.0 vorstellen. Dazu werde ich Anwendungsbeispiele aus dem Kulturbereich liefern – denn die Definitionen alleine werden Ihnen nicht weiterhelfen, ich möchte Ihnen vor allem eine Vorstellung davon geben, wie Sie diese Werkzeuge konkret im Kulturbereich einsetzen und was Sie damit erreichen können.

Los geht`s heute mit der Frage:

Was ist überhaupt das Web2.0?

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Web2.0-Map, Grafik Markus Angermeier

Web 2.0, man spricht auch vom “Mitmach-Web”, ist vor allem eine Philosophie und keine Technologie.
Das Internet hat sich seit seinen Anfängen als reines Informationsmedium immer weiter zum Austauschmedium entwickelt.

Der Begriff „Web 2.0“ steht für eine neue Art der Internetnutzung – gekennzeichnet durch Interaktivität und Partizipation, direkten Kontakt zwischen den Usern und der gemeinschaftlichen Wissensgenerierung unter Nutzung der kollektiven Intelligenz.

Verbindliche Definition für den Begriff  “Web 2.0″ gibt es keine, er entstand, als Tim O`Reilly 2004 eine Konferenz über die neuen Möglichkeiten und die Weiterentwicklung des Internet veranstaltete und dafür einen “hippen” Namen brauchte.
Im viel zitierten Artikel “What Is Web 2.0?” fasst er die Schlüsselprinzipien des Web 2.0 zusammen, in der Wikipedia findet man diese auf Deutsch übersetzt:

  • das Web als Plattform (anstatt des lokalen Rechners)
  • Daten-getriebene Anwendungen (Inhalte sind wichtiger als das Aussehen)
  • Die Vernetzung wird verstärkt durch eine „Architektur des Mitwirkens“. (Jeder kann mitmachen.)
  • Innovationen beim Aufbau von Systemen und Seiten durch die Verwendung von Komponenten, welche von verschiedenen Entwicklern erstellt worden sind und beliebig miteinander kombiniert werden können (ähnlich dem Open-Source-Entwicklungsmodell)
  • einfache Geschäftsmodelle durch das verteilte, gemeinsame Nutzen von Inhalten und technischen Diensten
  • das Ende des klassischen Softwarelebenszyklus; die Projekte befinden sich immerwährend im Beta-Stadium
  • Die Software geht über die Fähigkeiten eines einzelnen Verwendungszwecks hinaus.
  • es wird nicht nur auf die Vorhut von Web-Anwendungen abgezielt, sondern auf die breite Masse der Anwendungen

Das bekannteste Beispiel für eine Web 2.0-Anwendung ist sicher die Wikipedia, das Online-Lexikon, das von Millionen von Usern gemeinsam geschrieben und laufend verbessert wird.  Der Inhalt dieses Lexikons stammt also nicht aus einer Redaktion, sondern wird von den Nutzern selbst generiert – “User generated content”. Erstaunlicherweise sind in der Wikipedia nicht mehr Fehler enthalten als in renomierten Lexika wie der Britannica oder dem Bockhaus – das ist auf die “Schwarmintelligenz” zurückzuführen, die kollektive Intelligenz einer Gruppe.
Andere Anwendungen sind Blogs, Podcasts, Foto- und Videoplattformen wie Flickr oder YouTube, Micro-Blogging-Systeme wie Twitter, Communities wie Xing oder Facebook.

Weitere Merkmale und Schlagworte des Web 2.0 sind Authentizität, Transparenz und Partizipation.
Im Gegensatz zu den herkömmlichen statischen Webseiten , die von der PR-Abteilung oder einer Agentur geschrieben werden und oft ziemlich steril, unpersönlich und austauschbar klingen, geht es in Blogs und Co weniger um perfekte Formulierungen sondern mehr um

  • eine persönliche, authentische, lebendige Darstellung,
  • das sichtbar machen der Personen hinter einem Unternehmen oder einer Einrichtung
  • Austausch und den Aufbau von Beziehungen.

Die Inhalte eines Blogs werden üblicherweise nicht von PR-Fachleuten, sondern von „normalen“ Mitarbeitern geschrieben oder entstehen in der Diskussion mit den Kunden oder Besuchern.

Was kann das Web 2.0 speziell dem Kulturbereich bieten?

Das Web 2.0 bietet Kulturbetrieben, Künstlern und Kulturschaffenden gute Chancen, nämlich

  • sich auf relativ kostengünstige Weise rasch bekannt zu machen
  • relativ schnell ein positives Image aufzubauen oder sein Image zu verändern
  • neue Zielgruppen anzusprechen, v.a. die Jungen, die auf klassischem Weg immer schwerer zu erreichen sind
  • diese Zielgruppen nicht nur auf der passiven Schiene zu erreichen (wie z.B. durch Flyer, Plakate, Anzeigenwerbung, Aussendungen…) sondern durch Austausch und Einbindung auf spezielle Weise für ihr Programm zu interessieren
  • mit den Stakeholdern –  Besucher, Sponsoren oder potenzielle Sponsoren, Förderer, der Freundeskreis, die eigenen Mitarbeiter… – durch regelmäßigen Austausch eine Beziehung aufzubauen und diese auch über Distanz langfristig zu halten
  • Geld einzuwerben – denn Aufbau und Pflege von Beziehungen ist auch Voraussetzung für Sponsoring und Fundraising.

Welche Tools dafür eingesetzt werden können, darum wird es in den nächsten Beiträgen dieser Serie gehen.

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Serie Web 2.0 im Kulturbereich – Basiswissen: Was ist das Web 2.0?

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26 Kommentare zu “Serie Web 2.0 im Kulturbereich – Basiswissen: Was ist das Web 2.0?”

  1. mikel sagt:

    Und wer erklärt den allermeisten Künstlern das web 0.0 – 0.9 ?

  2. Karin Janner sagt:

    @mikel:

    Das ist eine sehr gute Frage – vielen Dank!

    Die Antwort ist ganz einfach:
    Wer sich bisher noch nicht mit dem Internet beschäftigt hat, der überspringt einfach die Phase des “Web 0.0 – 1.0″ und steigt gleich mit dem Web 2.0 ins Internet ein. Das Web 2.0 ist das Internet, wie es heute Realität ist.

    Wer heute Auto fahren lernt, muss sich auch nicht mit allen Modellen seit der Erfindung des Automobils Ende 19. Jhdt abgeben – er schnappt sich ein Auto, das dem heutigen Stand der Technik entspricht und los geht`s…

    Wenn ich meinen Kindern erzähle, wie das Internet vor 10 Jahren aussah, dann schütteln sie ungläubig den Kopf. Was, es gab noch keine Wikipedia, kein YouTube und kein eBay? Und gebloggt haben die Leute auch noch nicht? Ja, was haben die denn eigentlich gemacht im Internet? Meine Kinder sind 10 und 7 Jahre alt und das Web2.0 nutzen sie, seit sie wissen, wie man einen Computer einschaltet…

    Warum sollte ich einem Künstler raten, von einem Webdesigner eine 1.0ige statische Internetseite aufsetzen zu lassen, bei der er wegen jedem Komma, das er geändert haben möchte, den Webdesigner bitten muss, weil er selbst nicht HTML lernen möchte?
    Natürlich werde ich ihm raten, stattdessen ein z.B. Wordpress Blog aufzusetzen, mittlerweile kann man das wunderbar als CMS nutzen und auch statische Seiten anlegen, so viele man möchte. Die Software kostet nichts, die Einarbeitungszeit ist überschaubar und Textänderungen kann er selbst vornehmen – im wysiwyg Editor ist das garantiert kein Problem. Selbst das Design der Seite kann er selbst ändern, er muss sich nur ein neues Theme aussuchen.

    –und schon ist er im Web 2.0…

    Wenn er dann auch noch von Zeit zu Zeit interessante Blogeinträge schreibt und ein SEO Plugin hat, spart er sich einen teuren Suchmaschinenoptimierer und wird trotzdem über Google gefunden…

  3. foulder sagt:

    Hallo zusammen: Den Artikel von Tim O’Reilly kann man sich sicherlich gut zusammengefasst in der Wikipedia anschauen. Er wurde aber nebst Chinesisch, Französisch, … auch ins Deutsche überetzt und ist hier einsehbar.

    Viele setzen den Begriff “Web 2.0″ mit dem des “Social Web” gleich. Dabei handelt es sich aber um zwei völlig verschiedene Betrachtungsweisen. Hier scheint mir auch mehr die Rede vom Social Web als “Mitmachnetz” zu sein.

    Die Unterscheidung eigentlich einfach:
    Social Web Tools bezeichnet all jene Tools, die es Menschen ermöglichen Webbasiert mit einander zu kommunizieren, zu interagieren und zu kollaborieren.
    Web 2.0 ist all das, was das ursprüngliche Wertverhältnis von Anwendung und Daten verkehrt. Hatten also im Web 1.0 die Anwendungen mehr Wert als die Daten, die sie verarbeiten, haben im Web 2.0 die Daten mehr Wert als die Anwendung.

    … Also ganz einfach! Die Wikipedia ist für beides ein gutes Beispiel: Sie ist ein Social Web-Tool, weil sie u.a. Kollaboration ermöglicht, sie ist aber andererseits auch eine Web 2.0- Anwendung, weil ihr eigentlicher Wert nicht in der Programmarchitektur (der Anwendung) sondern in den Daten liegt.

    foulder

  4. @mikel
    Danke! Wie wichtig solche Einwürfe doch sind.

    @Karin janner
    Warum das Web vor den erweiternden Möglichkeiten des Web 2.0 zum einem als “1.0″ (sic!) fast schon deklassiert, desweiteren als statisch betrachtet wird, entzieht sich mir wirklich.

    Keine Frage: Die phantastischen Möglichkeiten des Web 2.0 sollen und müssen genutzt werden. In vielen Fällen ist auch eine Weblog-Software freilich besser als einen statisch zu pflegende Webseite. Wenn der Webmaster/Webdesigner/die Agentur der Kultureinrichtung jedoch firm ist, ist es wirklich schnuppe, welches CMS dahinter steht. Ob der Künstlker für Änderungen bitten muss oder beauftragt, ist abstimm- und anpassbar. Interfaces und wysiwyg-Editoren gab es auch schon vor der Jahrtausendwende.

    Das “Mitmachweb” hat insbesondere ein paar Nachteile, die noch zu überdenken sind:

    Es gibt zu viele, die erklären wie es funktioniert, aber zu wenige, die die Leistungen aktiv als Dienstleister übernehmen und daraus (Umsatz-)Potential ziehen. Es wird immer Kulturschaffende geben, die nicht die Zeit fürs Mitmachen haben – sondern die jemanden brauchen, der Ihnen das Thema (und auch die wichtigen Bummi-Arbeiten) im Fullservice abnimmt. Und wenn es die Zeilen eines Lyrikers sind, die von Papier abgetippt werden und ins Blog des Lyrikers gepostet werden müssen.

    Häufig haben die klasssichen PR-Dienstleister jedoch diese Möglichkeiten sträflicherweise gar nicht im Portfolio bzw. geben sich damit weniger ab, weil das Agenturgeschäft selbst noch nicht auf dem Strukturwandel schnell genug reagiert.

    Darüber hinaus katalysiert das Web 2.0 die Gratiskultur. Wie dumm, wenn niemand mehr bereit ist, für Dienste oder Leistungen im Web zu zahlen. Im Web 2.0 fehlt es oftmals an tragfähigen Geschäftsmodellen – hier zähle ich YouTube klar dazu.. Für alle Prosumenten (einschl. Seminarveranstalter!) wahrlich nicht die besten Optionen, wenn Teilbereiche der Kulturwirtschaft nur noch inflationär gewertet werden und ein Kannibalismus sich auch durch eigenes Zutun entwickelt.

    Auch diese wirtschaftliche Blase kann das ach-soziale Web 2.0 mitbringen.
    Hier und da platzt sie schon. Die Finanzkrise beschleunigt das nur noch.

    Es wird auch immer den Kulturinteressierten geben, der weder bei XING ist noch im twitterStream sich verlieren möchte, um sich über Kultur zu infomieren. Davon gibt`s reichlich, und noch lange reichlich mehr als im Twitterland & Co. Es wird auch immer den Lyriker geben, der keine Muse für PC+Web hat, aber das Potential nutzen möchte.

    Um zum Beispiel Auto doch noch die Kurve zu kriegen: Wie schlimm wäre es, wenn der Fahranfänger nur noch die Möglichkeit hätte, do it kostenlose yourself-Reperatur-Bausätze oder Kostenlose Anleitungen bei Pannen zum Download für sein Auto zu bekommen. Es gibt nur ein paar freie Berater, die kostenlos in Ihrem Blog erklären, wie es funnktioniert oder Seminare veranstalten. Manche wollen das gar nicht und Geld für Dienstleistung+Service ausgeben. Wie gut, dass der Fahranfänger, der wirklich keinen Bock zum Schrauben hat, noch die voll-total unhippe 1.0-Werkstatt oder den Pannendienst mit Service zur Auswahl hat.

  5. [...] Social Media Bereich zusammen zu bringen.[..] Die Macher der Konfernz sind der Meinung, dass die meisten Kulturschaffenden, Künstler und Kulturmanager sich den Nutzen von “Web 2.0″…, was ich durchaus bejahen würde. Ist allerdings Betrachungssache und auch eine Frage, welche [...]

  6. Karin Janner sagt:

    @foulder:

    Danke für den Link zum auf Deutsch übersetzen O`Reilly-Artikel!

    “Web 2.0″ und “Social Web” – 2 schwammige Begriffe, zu denen es keine exakten Definitionen gibt. Es gibt Überschneidungen und sicher macht es auch einen Unterschied, von welcher Seite ich die Dinge betrachte…

    Aber ist es nicht letztendlich egal, wie ich das nenne?
    Wer hat wen verändert – die Tools die Menschen oder die Menschen die Tools? Tatsache ist, dass die Dinge im Netz nicht mehr so laufen wie vor ein paar Jahren und dass Partizipation, Collaboration, eine direkte Interaktion der User untereinander usw. nun möglich sind.

    @Klaus Wolfrum:

    Vielen Dank für Deinen langen Kommentar und die vielen wichtigen Dinge, die Du da ansprichst.

    “Es wird immer Kulturschaffende geben, die nicht die Zeit fürs Mitmachen haben – sondern die jemanden brauchen, der Ihnen das Thema (und auch die wichtigen Bummi-Arbeiten) im Fullservice abnimmt.”

    Klar, aber schon vor der Zeit des Web haben Künstler und Kulturschaffende jemanden gebraucht, der ihnen half, sich bekannt zu machen.
    Größere Kulturbetriebe haben schon lange eigene Abteilungen für Marketing/PR, Künstler wurden und werden von Agenten betreut – oder aber, sie entwarfen selbst ihre Flyer und stellten sich dann an die Straßenecke, um sie zu verteilen…

    Das ist im Web (egal ob 1.0, 2.0, 3.0 oder wie immer man es sehen/ nennen möchte) nicht anders. Entweder man investiert in eine Agentur, die einem das ganze Zeug abnimmt oder man befasst sich selbst damit und wendet seine eigene Zeit für das Web auf.
    Aber auch, wenn man als Künstler/ Kulturschaffender/ Kultureinrichtung jemanden beauftragt für seine Netz-Aktivitäten: Man wird nicht umhin kommen, sich selbst zumindest über die Grundlagen schlau zu machen, denn sonst kann man ja nicht beurteilen, ob die Agentur gute Arbeit leistet oder einem nur das Geld aus der Tasche zieht.
    Wenn man sich dafür entscheidet, persönlich zu bloggen und an Web-Gesprächen teilzunehmen sollte man erst recht wissen, wie man es angeht, was einen erwartet und was es für Risiken dabei gibt.

    “Häufig haben die klasssichen PR-Dienstleister jedoch diese Möglichkeiten sträflicherweise gar nicht im Portfolio bzw. geben sich damit weniger ab, weil das Agenturgeschäft selbst noch nicht auf dem Strukturwandel schnell genug reagiert.”

    Da gebe ich dir recht. Der Wandel geht zu schnell für klassische Branchen…
    Aber natürlich gibt es auch Agenturen und freie Berater, die sich sehr gut mit den neuen Gegebenheiten im Netz auskennen und wissen, wie man die ganzen Tools sinnvoll einsetzt und kombiniert.
    Aber Vorsicht: Nicht jede Agentur, die “Internet-Marketing” und “Social Media Beratung” anbietet ist wirklich firm in diesen Dingen. Ein Grund mehr, sich als Künstler/ Kulturschaffender/ Kultureinrichtung einen Einblick in dieses Gebiet zu verschaffen, damit man nicht viel Geld für nichts ausgibt…
    Abgesehen davon sind die Ziele und Herausforderungen im Kulturbereich andere als z.B. im Konsumgüterbereich, man darf sich als Kultureinrichtung von einer Agentur nicht “das Web 2.0″ unangepasst überstülpen lassen. Am besten man wendet sich an eine Agentur/ einen Berater, der auf den Kulturbereich spezialisiert ist.

    “Im Web 2.0 fehlt es oftmals an tragfähigen Geschäftsmodellen”

    Auch hier gebe ich Dir recht. Aber das muss mich als Künstler oder Kulturschaffender ja nicht kümmern, da bin ich ja nur Anwender und es ist mir egal, wo YouTube seine Kohle herkriegt. Kümmern muss mich das, wenn ich ein Web2.0 startup auf die Beine stelle und damit Geld verdienen möchte.

    “Es wird auch immer den Lyriker geben, der keine Muse für PC+Web hat, aber das Potential nutzen möchte.”

    Es gibt ja auch noch andere Kanäle als das Web – die man übrigens neben der ganzen Diskussion, ob das Web nun 1.0, 2.0 oder sonstwie ist, nicht vernachlässigen darf.
    Er kann auch ganz ohne Web auskommen (er vergibt sich halt Chancen damit, v.a. wenn seine Leser im Web sind)
    Aber wenn er das Potenzial des Web nutzen möchte, wird er nicht umhin kommen, sich ein wenig damit zu beschäftigen oder jemanden dafür zu beauftragen.

    “Es gibt nur ein paar freie Berater, die kostenlos in Ihrem Blog erklären, wie es funktioniert oder Seminare veranstalten. Manche wollen das gar nicht und Geld für Dienstleistung+Service ausgeben.”

    Ja, wo liegt denn da das Problem?
    Wenn eine Kultureinrichtung oder ein Künstler nicht selbst an seinem “Auto” rumschrauben will und bereit ist, stattdessen in eine “Werkstatt” zu gehen und Geld für die “Reparatur” auszugeben – nur zu, auf zu einer Agentur oder einem freien Berater, der das gegen Geld in die Hand nimmt…

  7. @foulder: ich glaube nicht, dass sich diese Unterscheidung zwischen den Begriffen Web2.0 und Social Web so aufrecht erhalten lässt. Du sprichst richtigerweise von zwei verschiedenen Betrachtungsweisen, aber es geht immer um das (eine) WWW. Während O’Reilly das Internet als eine Plattform sah, die es geschäftlich zu nutzen gilt, zielt der Begriff Social Web in eine ganz andere Richtung, nämlich den, wie wir dort miteinander umgehen.

    Ich bin kein großer Experte der Texte von O’Reilly, aber ging es bei ihm in der Betrachtung von Anwendung und Daten nicht vor allem um die Unterscheidung Desktop (=Anwendung) und WWW(=Daten)?

    Bezüglich der Verwendung der beiden Begriff hat Jan Schmidt einen recht hilfreichen Blogbeitrag geschrieben.

    @Klaus Wolfrum: wenn ich den Unterschied zwischen früher und heute beschreiben soll, dann verweise ich in diesem Zusammenhang gerne auf Mashups und APIs . Beide Begriffe stehen in meinen Augen für eine Dynamik, die das WWW nicht ausgezeichnet hat. Ob wir das jetzt Web1.0 und Web2.0 nennen können bzw. müssen, lasse ich mal offen.

    Klar ist aber, dass das Mitmachweb zwar theoretisch die Möglichkeit für jede/n bietet, mitzumachen, aber das heißt noch lange nicht, dass hier jede/r auf Grund der eigenen Fähigkeiten und Qualifikationen dazu geeignet ist. Das ist wohl mit ein Grund für die vielen verwaisten Blogs, die man in den diversen Blogverzeichnissen entdecken kann.

    Das Thema ist aber noch so neu, dass wir alle erst einmal am Ausprobieren sind. Wenn diese Experimentierphase vorbei ist, wird bei vielen Ernüchterung Einzug halten, weil sie feststellen, dass es erstens viel Zeit kostet, im Social Web aktiv zu sein und zweitens nicht so einfach ist, in der großen Masse wahrgenommen zu werden.

    Wenn ich derzeit Dienstleistungen in diesem Bereich anbiete, dann schlägt einem oft Unverständnis entgegen, wenn man mehr als 30 Minuten pro Tag für Social Media Aktivitäten veranschlagt. Das heißt, da müssen beide Seiten wohl noch viel lernen.

    Den Vorwurf, dem Web2.0 mangele es an tragfähigen Geschäftsmodellen, höre ich oft. Ich behaupte aber, dahinter verbirgt sich ein Denkfehler. Das Internet ist in erster Linie ein Kommunikationsraum. Geschäfte machen die damit, die entweder die Infrastruktur zur Verfügung stellen oder dazu passende Dienstleistungen anbieten. Alle anderen nutzen diesen Kommunikationsraum für die Kommunikation, ihr Geschäft machen sie aber in der realen Welt. Sprich, der Kunst-und Kulturbereich macht sein Geschäft nicht IM Internet, sondern mit Hilfe des Internets.

    Das heißt, ich kann unzählige BlogleserInnen und jede Menge Kontakte in den social networks haben. Wenn es mir nicht gelingt, die dazu zu bringen, dass sie meine Konzerte, Ausstellungen, etc. in der realen Welt besuchen, dann nützt mir die größte Community nichts. Die Monetarisierung erfolgt in der Regel außerhalb des WWW. Gezahlt wird für das Produkt, nicht für den Vertriebs- oder Kommunikationskanal.

    Nur ist das leider in vielen Fällen nicht so, aber man lässt uns in dem Glauben. Die Zeitung z.B. ist doch nicht so teuer, weil die Journalisten so hohe Honorare erhalten, sondern weil das alte Vertriebsmodell in den letzen Zügen liegt und enorme Kosten verursacht. Es gibt noch unzählige andere Beispiele dafür, die mit dem Internet recht wenig zu tun haben.

    Nicht das Web2.0 fördert die Gratiskultur, das sind wir. Hier wird es nur schonungslos sichtbar, denn warum sind wir denn nicht bereit, für einen guten Song oder einen guten Text etwas zu zahlen? Insofern sehe ich das Web2.0 als eine Chance, denn hier muss ich nicht darauf warten, dass sich das System ändert, sondern ich kann das tun, was ich für richtig halte. Auch gegen das System.

  8. burkhard sagt:

    web 2.0 heißt nicht mehr Arbeit durch einen zusätzlichen Kommunikatiosweg. Web 2.0 muß in die Kommunikatiosstrukturen integriert werden. Kultureinrichtungen und Künstler müssen sich auf ein neues arbeiten einlassen.

  9. foulder sagt:

    @ Karin Janner: Sicherlich kann es einem egal sein, wie man die Veränderung bezeichnet, die wir heute sehen. Ich für meinen Teil denke aber, dass es sinnvoll ist, zu sagen was man meint und unterscheide deshalb unter Social Web und Web 2.0

    @ Christian Henner-Fehr: Vielen Dank für den Hinweis.
    Das O’Reilly zwischen Desktop-Anwendungen und WWW-Daten unterscheidet, habe ich so nicht verstanden. Wohl aber, dass er in seinem Artikel sieben Punkte herausgearbeitet hat, die den neuen Markt des sich verändernden Internets beschreiben.

    foulder

  10. @Christian Henner-Fehr

    >>
    Gezahlt wird für das Produkt, nicht für den Vertriebs- oder Kommunikationskanal.
    >>

    Oha!

    @Karin Janner

    >>
    Auch hier gebe ich Dir recht. Aber das muss mich als Künstler oder Kulturschaffender ja nicht kümmern, da bin ich ja nur Anwender und es ist mir egal, wo YouTube seine Kohle herkriegt. Kümmern muss mich das, wenn ich ein Web2.0 startup auf die Beine stelle und damit Geld verdienen möchte.
    >>

    Wenn jedoch der, der den Kommunikationskanal im Internet bereitstellt, kein Geld verdient oder es nicht (mehr) durch anderweitige Werbung refinanzieren kann, gibt es vielleicht diesen speziell geschätzten ggf. etablierten Kommunikationskanal nicht mehr langfristig bzw. in der geforderten Qualität. Vielleicht wird die Werbung (z:b. in meinen eingebetteten YouTube-Videos) drastisch schlechter?

    Dann interessiert uns das alle schon. Nicht immer kann dann ein Nomadenverhalten “auf zum nächten Dienst/Anbieter” darüber hinweg verhelfen. Sozialritische Betrachtung ganz aussen vor gelassen.

    Für einen guten Kommunikationskanal (=guten Verkäufer) sollte man im eigenem Interesse schon bereit sein, zu zahlen. Alles im Netz muss sich für alle Beteiligten wirtschaftlich rechnen. Auch ein “kostenlos” kann eine Abhängigkeit oder eine Monopolstrukturierung verursachen. So ganz egal kann es uns demnach nicht sein, wie sich was finanziert und rechnet, auch wenn es zu verlockend ist (ich gebe es zu, dass ich selbst auch immer wieder der Verlockung aufliege)

    Bei jedem Friseur in der Stadt würden wir hinterfragen, warum wir da so exorbitant mehr für weniger bekommen. Und wenn uns dann der Friseur erklärt, er hat viele Besucher weil er so billig ist und er dadurch besser Werbung an seinem Schaufenster verkaufen kann, würden wir ihm vermutlich an die Stirn fassen.

    Natürlich hat das Web 2.0 nicht die Gratiskultur oder Kompensationsgeschäfte alleine gefördert. Die war schon zuvor sehr ausgeprägt. Und wirklich weitergebracht hat das uns manches Mal wirklich nicht.

    Keinen guten Verkäufer interessiert ein Produkt, wenn er nicht verdient.
    Dann ist es auch kein guter Verkäufer.

    Ihr merkt es schon und ich gebe es schon freiweg zu: Ich zähle zu den Kommunikationskanalanbietern;-)

  11. Christian Henner-Fehr sagt:

    @Klaus Wolfrum:
    “Geschäfte machen die damit, die entweder die Infrastruktur zur Verfügung stellen oder dazu passende Dienstleistungen anbieten.”

    Da zähle ich die Kommunikationskanalanbieter auch dazu. Und wenn ich als deren Kunde feststelle, dass mir einer dieser Kanäle etwas bringt, dann bin ich auch bereit, dafür zu zahlen, keine Frage.

    Fakt ist aber, dass diejenigen, die die Inhalte, den Content produzieren, immer weniger Einnahmen damit generieren können. Ohne die wird es aber keinen Vertrieb geben denn irgendwann gibt es nichts mehr zu vertreiben…

    @foulder: ich bin mir da auch nicht ganz sicher, daher habe ich den Satz auch mit einem Fragezeichen versehen. Vielleicht kennt sich ja jemand besser aus?

  12. Karin Janner sagt:

    @Klaus Wolfrum:

    Ja, als Anbieter von Kommunikationskanälen wie Veranstaltungskalender oder Social Networks hat man es sicher schwer…
    Entweder man kann von Werbeeinnahmen leben, dazu braucht man aber die kritische Masse an Usern, sonst schaltet ja niemand Werbung, oder man bietet Premium-Kunden ein besseres Leistungsspektrum (wie z.B. Xing) – aber auch hier braucht man die kritische Masse. Oder man findet etwas, was man verkaufen kann (Tickets? Fanartikel?) oder man macht das Ding, um sich zu profilieren, oder man findet einen Sponsor…

    Bei manchen Diensten, wie z.B. Google, ist erst später das Geschäftsmodell dazu gekommen, andere (Twitter glaub ich) sind immer noch ohne Geschäftsmodell und Einnahmen…

    Ja, die Gratis-Mentalität…
    Es gibt halt im Netz viele Freaks, die sich ausprobieren wollen und drum ihre Zeit in Tools und Angebote stecken, die sie dann gratis hergeben – sei es, dass sie gerne experimentieren, sei es aus Geltungsdrang, sei es, dass sie sich das Geld auf andere Weise wieder hereinholen. Oder man hofft auf den großen Deal…

    Aber auch so Blogger wie ich tragen dazu bei, dass man für Inhalte im Netz nichts zahlen möchte, weil man gewohnt ist, sie gratis zu bekommen. Ich stelle in meinem Blog gratis jede Menge Inhalte zur Verfügung und stecke dementsprechend viel Zeit rein – aber ich hole mir das an anderer Stelle wieder raus…

    Es klingt jetzt hart, aber als Anwender suche ich mir genau das, wo für mich das Preis/ Service/ Leistungsverhältnis stimmt. Wenn mir jemand einen Mehrwert bieten kann, zahle ich. Wenn ein Dienst eingeht, weil er sich nicht finanzieren kann, suche ich mir einen anderen.

    Als Anbieter muss ich mir überlegen, auf welche Weise ich mit meinem Dienst Geld reinbekomme…

  13. @Karin Janner

    >>
    Ja, als Anbieter von Kommunikationskanälen wie Veranstaltungskalender oder Social Networks hat man es sicher schwer…
    >>

    Die, die die Kommunikationskanaäle im Web nicht nutzen, haben es noch schwerer. Sie merken es nur noch nicht sofort, weil das Budget für die klassische Werbung erst noch gekürzt wird und die Reichweite schleichend sinkt. Die, die die Web-Kommunikationskanäle nutzen, befinden sich noch im Überholvorgang ;-)

    >>
    Wenn ein Dienst eingeht, weil er sich nicht finanzieren kann, suche ich mir einen anderen.
    >>

    Da stimme ich Dir völlig zu: Wenn sich ein Anbieter nicht (re)finanzieren kann oder sich am Markt nicht anpasst und verändert, ist es komplett seine eigene Schuld. Niemand ist gezwungen, etwas ohne Erlösmodell anzubieten.

    Ich wollte auch nicht zu sehr meine Kommentare in Richtung der Gratiskultur und -Mentalität verlaufen lassen., obwohl das natürlich schon ein sehr wichtiger Aspekt ist.

    Für mich waren/sind diese Pukte wichtig, warum ich um Ursprung auf Deinen Kommentar reagiert habe.

    - Das eigentliche Web sollte nicht als statische Vorversion degradiert werden.
    - Das Mitmachweb braucht wesentlich mehr Dienstleister, die nicht nur für sich selbst, sondern auch im Auftrag mitmachen und sich auf die Möglichketen einstellen.

    Erst dann kann die Erweiterung Web 2.0 wirtschaftlch seine vollen Potentiale entwickeln und eine Nachhaltigkeit (samt Qualität) schaffen.

    Ich für meinen Teil sehe die Wichtigkeit, dass Kulturbetriebe das Internet (einschl. der Erweiterung 2.0) an sich nutzen. Oftmals begrenzt sich das Tun & Handeln noch immer nur auf die eigene Webseite und Google. Das wird nicht mehr reichen.

    Daher finde ich das Engagement mit Eurer Konferenz sehr gut und wichtig.
    Viel Erfolg!

  14. Nur noch als kleinen Edit: Wir haben von 1.300 Veranstaltern in unserem Veranstaltungsportal (in Bescheidenheit angemerkt eines der reichweitenstärksten Medien seiner Art in unserer Region) nur einen Anteil von 5°° (Promille!) PR-Dienstleistern, die diesen Kommunikationskanal für ihre Kunden aktiv nutzen. Ich weiß wirklich nicht, was die anderen 99,95% den lieben langen Tag machen. Ich finde es auf jeden Fall schon fast erschreckend.

    Bei immer neuen Anwendungen wächst auf Anbieterseite das Stöhnen über einen neuen zu pflegenden Kanal, und bei zu wenig Dienstleistern wächst der Umsatzorientierte Gedanke “toll, wieder ein neuer Dienst, welchen ich im Auftrag bestücken/pflegen und der meinen Kunden was bringt”.

    Ich kenne sehr wenig Profi-Auftragstwitterer, mySpacle-Kommunikationsdienstleister.

    Die Kommunkationskanäle würden so ein immens großes wirtschaftliches Potential bieten…

    Na, vielleicht kommt s noch. Wir sind ja noch in der Experimentierphase, wie es Christian terfflich formuliert hat

  15. Super Diskussion!

    Ihr seid ja auch alles Profis. Die Ottonormalanwender aus dem Kulturbereich kommen da aber wahrscheinlich schon nicht mehr mit. Deshalb finde ich den obigen Artikel und die ins Auge gefasste Reihe “Basiswissen” sehr gut.

    Und schön zu sehen, dass selbst Experten am Basiswissen noch so viele wertvolle Diskussionsansätze finden!

    Ich schätze mehr als 90% der Besucher unserer kulturellen Veranstaltungen im Schloss nutzen das Internet, wenn überhaupt, um mit dem gedruckten Veranstaltungsprogramm in der Hand den Link einzugeben und mehr Informationen zu einer Veranstaltung einzuholen bzw. sich “statisch” zu informieren.

    Wenn ich an meine Eltern und deren Generation denke (die ja auch stark zu unserer Zielgruppe zählt), wird mir klar, dass denen wurscht ist, ob es nun www oder web2.0 ist. Sie sind mit den ganzen Unterscheidungen eher überfordert. Gerade für die sollten wir wohl sowenig Terminologie verwenden, wie möglich. Es reicht völlig aus einfach “das Internet” dazu zu sagen und zu erklären, was dieses eben heute so kann.

    Ich bezeichne unseren Blog z.B. absichtlich beim Link auf der Schloss homepage als “Schlosstagebuch”. Mit dem Begriff können auch diejenigen etwas anfangen, denen das Wort “blog” oder “weblog” suspekt ist.

    Die Mitmachelemente des www werden zum Glück immer mehr zum Standard. Dank oben genannter (kostenloser) CMS Systeme kann (fast) jeder diese in sein Angebot einbauen. Bis diese Dinge einfach zum Salz in der Suppe gehören sollten wir meiner Meinung nach weniger vom web2.0 reden, weil diejenigen, wie meine Eltern, die mit web1.0 kämpfen, sonst sagen: “nee, lass mich in Ruhe damit. Ich bin froh, wenn ich die 1.0 Version verstehe / nutzen kann”. Wie Karin Janner sagt:

    “Wer sich bisher noch nicht mit dem Internet beschäftigt hat, der überspringt einfach die Phase des “Web 0.0 – 1.0″ und steigt gleich mit dem Web 2.0 ins Internet ein. Das Web 2.0 ist das Internet, wie es heute Realität ist.”

    Ihm/ihr nicht zu sagen, dass es da überhaupt eine Unterscheidung gibt, würde helfen.

  16. Karin Janner sagt:

    @Klaus Wolfrum
    >>
    Die, die die Kommunikationskanäle im Web nicht nutzen, haben es noch schwerer. Sie merken es nur noch nicht sofort, weil das Budget für die klassische Werbung erst noch gekürzt wird und die Reichweite schleichend sinkt. Die, die die Web-Kommunikationskanäle nutzen, befinden sich noch im Überholvorgang ;-)
    >>

    “Mei Red`” sage ich dazu als Wienerin ;-) – also: das sehe ich genau so…

    >>
    Nur noch als kleinen Edit: Wir haben von 1.300 Veranstaltern in unserem Veranstaltungsportal (in Bescheidenheit angemerkt eines der reichweitenstärksten Medien seiner Art in unserer Region) nur einen Anteil von 5°° (Promille!)
    PR-Dienstleistern, die diesen Kommunikationskanal für ihre Kunden aktiv nutzen.
    >>

    Jaa, das ist wirklich verwunderlich…
    Aber ich würde sagen, die ganze PR-Branche hinkt da hinten nach, v.a. die großen Anbieter. Man macht es halt, wie man es immer gemacht hat. Nur nix Neues ausprobieren…
    Was mich immer wieder wundert: Da werden auf der einen Seite Pressemitteilungen anonym an 300 Redaktionen geschickt, die sie eh nicht lesen und die nie und nimmer über einen berichten würden, weil man gar nicht in ihr Themenspektrum passt. Kostet Zeit und somit Geld. Und auf der anderen Seite will man sich nicht die Zeit nehmen, einen neuen Kanal – wie z.B. Euren Veranstaltungskalender – zu nutzen und dort Inhalte reinzustellen. Auch wenn es viel effektiver wäre.

    Ich denke, das Problem ist:
    Es gibt so viel, dauernd ist die Rede von neuen Tools – es ist nicht so einfach, da den Überblick zu bewahren und herauszufinden, welche es bringen und welche nicht – für Kultureinrichtungen und auch für PR-Leute.
    Sicher ist es im Verhältnis zum Nutzen wenig zeitaufwändig, Euren Veranstaltungskalender zu benutzen. Aber man hat ja gehört, x wäre auch gut, und y sollte man auch, und z, das sei so ein Tool, das es wirklich bringt… HääääH? -Verwirrung — lässt man es lieber bleiben und versendet Pressemitteilungen. Da weiß man wenigstens, woran man ist…

    Daher: Die stART! ! Soll Licht in den Dschungel bringen und der Verwirrung entgegenwirken. Wenn man einmal den Dreh heraußen hat, geht`s vorwärts…

    @Alexander von Halem:
    Wunderbar, dass Du uns aus unseren Sphären, in die wir abzudriften drohen, auf den Boden der Realität herunterholst und aufzeigst, was Otto Normalanwender unter dem Internet versteht :-) Genau richtig.

    Die Art der Nutzung ist natürlich auch altersabhängig. Eure Zielgruppe im Schloss ist eher so 50+ oder? Das sind zwar die, bei denen der Anteil der Internetnutzer gerade am meisten steigt, aber die haben im Laufe ihres Lebens schon ihre Mediengewohnheiten entwickelt und brauchen sicher länger, um sich an so Dinge wie den Partizipationsgedanken zu gewöhnen.
    Anders die jungen Hüpfer, die mit MySpace und Co aufwachsen. Die werden bald den Kopf schütteln über Artikel, die sie nicht kommentieren können…

    Ja, ich glaube auch, dass viele von Begriffen wie “Web 2.0″ “Social Web” “Social Media” usw. verwirrt sind.
    Wie Du es sagst: Für die Anwender sollte reichen, dass es einfach “das Internet” ist und sie sollen sich freuen, was man heute alles damit machen kann…

  17. [...] Einstiegspost habe ich diese Woche geschrieben, er behandelt die Frage: “Was ist überhaupt das Web 2.0, [...]

  18. [...] erste Kommentar zu meinem ersten Beitrag dieser Serie (Was ist das Web 2.0?) war: Und wer erklärt den allermeisten Künstlern das web 0.0 – 0.9 [...]

  19. [...] Serie Web 2.0 im Kulturbereich – Basiswissen: Was ist das Web 2.0? – Maatwerk, waar vind je het nog? Hier dus, met een basiscursus Web2.0 voor de cultuursector. [...]

  20. Tolle Übersicht und Einstieg in das Thema WEB 2.0. Die Erwähnung und ein kurzer Beschrieb zu Twitter wäre schön gewesen, abervielleicht gibt es da mal einen esparaten Beitrag- auch zur ART (z.B. Twitter Whale)

  21. Karin Janner sagt:

    @Webdesign nürnberg:

    Vielen Dank für das Lob!
    In der Serie http://www.startconference.org/category/serie-web-20-im-kulturbereich-basiswissen/ gibt es mittlerweile 14 Beiträge, Twitter kommt auch noch dran!

    Gruß, Karin Janner

  22. Schöne übersichtliche Zusammenstellung, habe den Bericht verschlungen. Vielen Dank für die Arbeit, die dahinter steckt!

  23. Karin Janner sagt:

    @Lektorin Nicole: Danke für das Lob!
    Mittlerweile gibt es über 20 Beiträge in dieser Seie http://www.startconference.org/category/serie-web-20-im-kulturbereich-basiswissen/, also gern weiterverschlingen ;-)
    Gruß, Karin Janner

  24. [...] Basiswissen bei der stARTconference: Was ist das Web 2.o? [...]

  25. [...] bei der stARTconference: Was ist das Web 2.o? Sharen mit:TwitterFacebookGefällt mir:LikeSei der Erste, dem dieser post gefällt. Hinterlasse [...]

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