Serie Web 2.0 im Kulturbereich - Basiswissen: Das Medium Internet
Grafik: www.wordle.net
Der erste Kommentar zu meinem ersten Beitrag dieser Serie (Web 2.0 im Kulturbereich - Was ist das Web 2.0?) war:
Und wer erklärt den allermeisten Künstlern das web 0.0 - 0.9 ?
Daher werde ich im zweiten Beitrag noch nicht erläutern, wie man richtig in Social Networks kommuniziert - sondern zuerst, wie sich das Medium Internet von den klassischen Kommunikationsmedien (Fernsehen, Radio, Printmedien) unterscheidet, welche neuen Möglichkeiten es für die Kommunikation bietet und welche Regeln dabei gelten.
Denn auch schon das “Web 1.0″, wenn man es so nennen will, hat vollkommen anders funktioniert als die klassischen Medien.
Die wesentlichen Unterschiede Internet / klassische Medien sind:
- Die Nicht-Linearität digitaler Kommunikation:
Bei gedrucktem Material müssen Sie immer Kompromisse eingehen, was die Informationstiefe betrifft – Sie wollen den Leser nicht mit zu viel Inhalt „erschlagen“, andererseits aber dem stärker Interessierten keine Informationen vorenthalten.
Im Internet kann der Nutzer selbst entscheiden, welche Informationen er abrufen möchte.
„Diese Nichtlinearität ermöglicht eine Vielzahl von Querverweisen in unbegrenzter Tiefe und Breite. Durch intelligente Navigations- und Orientierungshilfen kann der Nutzer durch eine Vielzahl von Informationen geführt werden,” meint Armin Klein (1) dazu. - Die Möglichkeit, über eine Verlinkung auch die Inhalte anderer Internetteilnehmer einzubinden.
So können Sie z.B. Partnerangebote, ergänzende Informationen, Stadtpläne etc. in Ihren Auftritt integrieren und umgekehrt selbst mit Ihrem Angebot auf anderen Webseiten eingebunden werden. - Die Multimedialität: Fotos, Videos, Tonaufnahmen lassen sich unkompliziert einbinden und machen Ihre Texte lebendig.
- Die Geschwindigkeit, mit der sich Informationen im Internet generieren und verbreiten lassen, war schon vor der Zeit des Web 2.0 ungleich höher als in den klassischen Medien - “virale Spots” wurden per Email/ Emailverteiler weitergeschickt und konnten innerhalb von Stunden hunderte, tausende Leute erreichen. Heute werden sie auf YouTube veröffentlicht und über Dienste wie Twitter verbreitet, das ist noch einmal um Einiges schneller.
- Die Kosten sind relativ gering - kein Vergleich mit den Kosten von Sendezeiten in Fernsehen oder Radio; Papier, Kuverts und Briefmarken fallen auch weg…
- Die Reichweite. Es gibt keine Grenzen, Ihre Inhalte können von überall auf der Welt sofort abgerufen werden, sobald Sie sie ins Netz gestellt haben.
- Partizipation, der direkte Austausch unter den Usern und die Möglichkeit der Collaboration sind im “Web 2.0″ dazu gekommen, das ist in den klassischen Medien in dieser Art auch nicht möglich.
Von Unternehmen und Kultureinrichtungen wird das Internet als Kanal für die Kommunikation mit ihren Kunden/ Besuchern genutzt.
Leider haben viele nicht verstanden, dass in diesem Medium neue Gesetze gelten. Sie versuchen, ihre Werbe - und PR-Gewohnheiten aus der Zeit der Massenmedien 1:1 auf das Internet zu übertragen – das funktioniert aber nicht.
Der Internetuser sitzt nicht wie der Fernsehzuseher passiv vor seinem Bildschirm und lässt sich berieseln.
Er ist aktiv, und er ist oft auf der Suche nach etwas ganz Bestimmten. Er mag weder funkelnde, hüpfende Banner (schon gar nicht, wenn die sich über die Inhalte schieben, die er gerade liest) noch überflüssige Werbefilmchen als Intro der Internetseite. Er will so schnell wie möglich an die Informationen kommen, die er sucht.
Eine Internetseite wird nicht – wie ein Buch oder ein Prospekt – von vorne bis hinten durchgelesen. Die einen suchen die Öffnungszeiten, die anderen wollen Karten bestellen, wieder andere interessieren sich für das Ensemble oder den ausstellenden Künstler. Ihre Besucher lesen quer und klicken sich über Hyperlinks weiter zu den Seiten, auf denen sie finden, was sie gerade brauchen.
Und mittlerweile freuen sie sich, wenn sie ihren Senf dazugeben, sprich: kommentieren können.
—–
(1) Klein, Armin: Kulturmarketing. Das Marketingkonzept für Kulturbetriebe, DTV, München 2001, S. 460
Zur Serie Web 2.0 im Kulturbereich - Basiswissen
Jeden Montag werde ich hier Grundlagen und Begriffe erläutern und Werkzeuge des Web2.0 vorstellen. Dazu werde ich Anwendungsbeispiele aus dem Kulturbereich liefern - denn die Definitionen alleine werden Ihnen nicht weiterhelfen, ich möchte Ihnen vor allem eine Vorstellung davon geben, wie Sie diese Werkzeuge konkret im Kulturbereich einsetzen und was Sie damit erreichen können. Heute war es recht theoretisch und hatte auch speziell mit dem Web 2.0 noch nicht viel zu tun, aber es wird bald praktischer :-)
Start dieser Serie war letzte Woche mit: “Was ist das Web 2.0?”
Schlagworte: basics, basiswissen, Grundlagenwissen Web 2.0, Internet, Medium, Serie, workshop





[...] Serie Web 2.0 im Kulturbereich - Basiswissen: Das Medium Internet - Een basiscursus web2.0 voor de cultuursector. Misschien wat laat,2.0 is wat mij betreft voorbij, ik heb het gevoel dat we op web2.5 zitten. Een kantelpunt zeg maar, het kan terugvallen naar 2 en zich doorzetten naar 3, ik geloof in het laatste. [...]
[...] Die start.09 erklärt übrigens auch sehr anschaulich, was es mit dem Web 2.0 eigentlich auf sich hat und wie mans als Kulturschaffender oder als Kulturbetrieb einsetzen kann … Was ist das Web 2.0? [...]
[...] Das Medium Internet - wie unterscheidet es sich von den klassischen Kommunikationsmedien? [...]
[...] zu den Unterschieden Massenmedien / Internet siehe auch den Beitrag im Rahmen dieser Serie “Das Medium Internet”. Im Web 2.0 geht es um Partizipation und Beziehungsaufbau - Unterbrecherwerbung durch blinkende [...]