Serie Web 2.0 im Kulturbereich - Basiswissen:
Web 2.0 in der Kulturvermittlung
Serie Web 2.0 im Kulturbereich - Basiswissen - Teil 10
Grafik: www.wordle.net
Auch in der Kulturvermittlung räumt man der Partizipation einen immer größeren Stellenwert ein - dazu z.B. die Publikation „KulturMitWirkung. Kultur/-einrichtungen und Förderung von Partizipation“ von Gabriele Stöger / Kulturkontakt Austria.
Mitmachen, mitwirken, mitreden, selbermachen - in diese Richtung geht es in der Kulturvermittlung.
Da liegt es nahe, sich Gedanken zu machen, wie man das Web 2.0 dafür einsetzen könnte!
Wenn Sie die ersten Beiträge dieser Serie gelesen haben, werden Sie sich vielleicht fragen:
Verwende ich das Web 2.0 nun im Marketing/PR, in der Akquise von Sponsoren + Förderern, in der Kulturvermittlung oder gar, um Online gemeinsam Kunst zu schaffen?
Im Web 2.0 verschwimmen die Grenzen zwischen Marketing, PR, Ansprache + Kontaktpflege der Stakeholder, Kulturvermittlung und dem gemeinsamen Schaffen von Kunst
Wenn Sie nun ein Blog aufsetzen, auf Twitter kommunizieren, einen Podcast betreiben oder was auch immer - sie werden damit immer gleich mehrere dieser Gebiete bedienen, denn sie sind nicht voneinander zu trennen.
Ihr Blog lesen (potenzielle) Besucher Ihrer Kultureinrichtung, Sie machen diese mit Ihren Hintergrundberichten neugierig auf Ihre Einrichtung (Marketing/ Erschließen neuer Zielgruppen), geben sich ein besseres Image (PR), wecken Neugier und Interesse und vermitteln Inhalte (Kulturvermittlung); ebenso lesen (potenzielle) Sponsoren und Förderer mit (Sponsorenakquise + Fundraising), und darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, gemeinsame Projekte mit Ihren Besuchern auf die Beine zu stellen…
Ein Blog, ein Podcast, ja auch Tools wie Twitter, Flickr, Youtube eignen sich wunderbar zur Online-Kulturvermittlung - binden Sie Ihre Besucher ein, lassen Sie sie mitreden, mitmachen, selbermachen!
Sehen wir uns einmal Blogs in der Kulturvermittlung an
Als Museum können Sie im Blog Werke besprechen, Hintergründe beleuchten, Gedanken dazu austauschen -
wie das z.B. das Smithsonian American Art Museum in seinem Blog “Eyelevel” macht. Die Besucher können Fragen stellen und ihre eigenen Gedanken äußern.
Es werden auch Werke besprochen und Gedanken darüber online geteilt, z.B. in diesem Beitrag über das Stillleben “Still Life with Fruit and Champagne” von Helen Searle. Howard Kaplan vom Museumsteam schreibt:
“I think the painter was trying to illustrate a bountiful life, as well as the decay that begins to seep in…”
Eine Besucherin kommentiert:
“I loved the post. It is amazing to me how the way art is viewed can changed based on someone else’s opinion. As I look at the painting, it makes me feel peaceful and relaxed….”
(Bild: “Still Life with Fruit and Champagne” von Helen Searle, Quelle: Eyelevel, Smithsonian American Art Museum)
Das Zoom Kindermuseum in Wien setzt auf Kulturvermittlung durch Selbermachen, Kinder können dort Themenblogs schreiben oder sich an Gemeinschaftsblogs beteiligen.
Apropos Kinder: Besonders gespannt bin ich natürlich auf das geplante Kinderblog der Duisburger Philharmoniker, das noch im Sommer online sein soll, als Ergänzung zum Philharmoniker-Blog dacapo.
Podcasts in der Kulturvermittlung
Das ganze funktioniert auch in Form von Podcasts - die Ihre Besucher nicht lesen, sondern hören.
Wichtig ist auch hier, dass Sie Kommentare zulassen, damit Ihre Besucher nachfragen und eigene Gedanken zum Thema beisteuern können.
Ein Beispiel:
Das historische Museum der Pfalz / Speyer hat seine Samurai Ausstellung (Februar - Oktober 2008) mit einer Podcast-Reihe “Museum zum Hören” begleitet.
Twitter in der Kulturvermittlung?
Das Brooklyn Museum, das bekannt dafür ist, sehr experimentierfreudig mit dem Web 2.0 umzugehen, probiert sogar Twitter in der Kulturvermittlung aus - den Bericht zu einem solchen Experiment gibt es HIER zu lesen.
In der Praxis…
deutscher Kultureinrichtungen macht man sich noch nicht allzu viele Gedanken über das Web 2.0 in der Kulturvermittlung.
Hinter dem großen Teich ist man kreativer, aber auch dort sind die Möglichkeiten bei Weitem nicht ausgeschöpft.
Werden Sie kreativ!
Setzen Sie Blogs, Podcasts, Twitter, Flickr, YouTube und Co in der Kulturvermittlung ein!
Wir freuen uns sehr, wenn Sie uns über Ihre Ideen und Erfolge berichten!
Zur Serie Web 2.0 im Kulturbereich - Basiswissen
Nicht alle bewegen sich selbstverständlich und souverän durch Social Networks, bloggen und nutzen Twitter für Kurznachrichten. Gerade im Kulturbereich sind vielen die neuen Begriffe noch nicht geläufig oder sie wissen nicht so recht, wozu die Werkzeuge gut sind.
Jeden Montag erläutere ich daher hier Grundlagen und stelle die Möglichkeiten des Web 2.0 vor.
Ich möchte Ihnen vor allem eine Vorstellung davon geben, was Sie mit dem Web 2.0 im Kulturbereich erreichen können und welche Werkzeuge Sie wofür einsetzen. Dafür wird es bald eine Menge praktischer Beispiele geben.
Haben Sie Fragen, Themenwünsche oder selbst praktische Beispiele? Literatur- oder Linktipps zum Thema? Dann schreiben Sie doch hier im Blog einen Kommentar oder benutzen Sie das Forum unserer Xing-Gruppe!
Bisher in dieser Serie veröffentlicht:




2 Antworten auf “Serie Web 2.0 im Kulturbereich - Basiswissen:
Web 2.0 in der Kulturvermittlung”
[...] Kulturvermittlung [...]
[...] Blog haben Sie ein wunderbares Instrument der Kulturvermittlung in der Hand. Über den Einsatz von Blogs in der Kulturvermittlung habe ich bereits im Rahmen dieser Serie [...]