stARTconference

Die Sprecher der stART.09: Patrick Breitenbach, Karlshochschule International University

von am 18. August 2009

Patrick Breitenbach

Patrick Breitenbach

Patrick Breitenbach, Leiter Kommunikation (Head of Communication & Content) Karlshochschule International University, Karlsruhe

Als gelernter Mediendesigner wuchs er sozusagen im praktischen Umfeld der Werbung und des Marketings auf. Zunächst gestaltete er noch Werbemittel aller Art und spezialisierte sich bereits ganz früh als Web-/Screendesigner. 2004 gründete er „werbeblogger.de“ – mittlerweile das bekannteste deutsche Weblog zum Thema Marketing, Werbung und PR, in dem er viel Jahre über die Themen intersisziplinär publizierte (also auch mit Verknüpfung zur Hirnforschung, Pädagogik, Soziologie und Psychologie) und sich somit auch autodidaktisch einen entsprechenden Status als Querdenker und Web2.0-Experte aneignen konnte.

Patrick Breitenbach ist seit vielen Jahren als freiberuflicher Berater und Konzeptioner tätig, spezialisiert auf konvergente Kommunikation bzw. die Verknüpfung mit und im Web 2.0. Unter „Breitenbach & Brown“ bietet er gemeinsam mit „Internet enfant terrible“ Marcus Brown Beratertätigkeiten rund um das Thema Innovation und dessen Implementierung an.

Im April 2009 hat ihn Prof. Dr. Michael Zerr, Präsident der Karlshochschule und ehemaliger Gründer und Geschäftsführer von Yello Strom, als Leiter der Kommunikation an die Hochschule berufen, wo er auch gemeinsam mit Studierenden des Studiengangs „Kulturmanagement“ das Thema Web 2.0 – z.B. in Form der Internetplattform http://kulturnetzwerk.karlshochschule.de – vorantreibt.

Patrick Breitenbach wird sich auf der stART-Conference dem Thema „Kultur zu vernetzen?!“ widmen:

“Kultur zu vernetzen”

“Das Internet (und die Weiterentwicklung, das Web 2.0) ist nicht – wie so viele Menschen meinen – ein medialer Kanal. Das Internet ist vielmehr ein medialer Kontext. Es streut nicht einfach nur Informationen, es verlinkt, verknüpft, vernetzt Informationen mit den Interessen von Menschen in ihrem jeweiligen Kontext. Die Menschheit hat dank dieser vernetzten Kommunikation erneut die Chance auf eine große kulturelle Renaissance und zwar in einem gigantischen, vielfältigen und nie dagewesenen Ausmaß.

Der Vortrag ist ein Plädoyer für den Einsatz von “Web 2.0” in allen Kulturbetrieben, zur allgemeinen Förderung kollektiven Kulturwissens und der besseren Vermarktung von Kunst und Kultur in Gegenwart und Zukunft.

Wir sind uns dem kulturellen Wert antiker Bibliotheken und Museen bewusst. Sie sind dafür zuständig, dass auch die ältesten Kunst- und Kulturgüter über Generationen hinweg erhalten, sicht- und mehr oder weniger anfassbar bleiben und sich somit dauerhaft einen Platz in unserem kollektiven Gedächtnis sichern. Doch wie oft hat der durchschnittliche Mensch heute noch Zugang zu all der Fülle von Kunstschätzen, Relikten und uralten Dokumenten? Wie oft können wir die großen Opernhäuser und Konzertsäle dieser Welt regelmäßig besuchen? Wieviel Kunst und Kultur gibt es da draußen, die wir noch gar nicht wahrgenommen haben, bzw. aufgrund von geographischen und kommunikativen Barrieren noch gar nicht wahrnehmen konnten?

Zwar bietet das Internet uns bisher nur die Möglichkeit lediglich die Oberfläche vieler Kunstwerke zu digitalisieren, archivieren und präsentieren und dennoch erweitert und verbreitert diese Technik unser gesamtes Wissen über Kunst und Kultur immens. Nie zuvor hatten Menschen so unglaublich viele Informationen in Form von Bild, Schrift und Ton zur Verfügung wie heute und in den kommenden Jahren und Jahrzehnten. Allein die Tatsache, dass es sich der Marktführer der Suchmaschinen zur Aufgabe gemacht hat, den Bestand ganzer Bibliotheken einzuscannen und somit durchsuchbar zu machen, zeigt ganz deutlich, wie wir unser kollektives Archiv rasend schnell ausbauen. Hinzu kommt, dass diese gesammelten Informationen nicht einfach so wild verstreut in der Gegend herumliegen, sie können nun miteinander vernetzt, also kontextual verknüpft werden, so dass wir nicht nur einzelne Äste sehen, sondern den gesamten Baum in all seiner Pracht. Wir können nicht nur sehr schnell und ausgiebig die verschiedensten Kulturgüter dieser Welt betrachten, wir erfahren nun auch wesentlich mehr über ihren Kontext, ihre Entstehung und ihre Rahmenbedingungen, also die Zeit, in den sie entstanden ist, die Psyche des Urhebers oder den Zeitgeist bzw. politischen Bedingungen der damaligen Epoche. Wir können ein wenig mehr hinter die Kulissen blicken und entdecken somit spannende Zusammenhänge, aber vor allem am Ende entdecken wir noch viel mehr Kultur als vorher – wenn wir uns erst einmal auf die spannende Vernetzung von Kultur einlassen.”

Und hier noch ein Interview, das Frank Tentler auf der re:publica geführt hat:

stART.tv > Interview > Patrick Breitenbach | Leiter Marketing Merkur FH Karlsruhe from Duisburger Philharmoniker on Vimeo.

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Ein Kommentar

  1. [...] Museum darum gebeten wird: tinyurl.com und bit.ly mal zu buchstabieren….. Die Keynotes von Breitenbach und Leonhard versuchten den halbvollen Haupt-Saal (pic) auf die Themen der Tagung: Vernetzung und [...]

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