Die Sprecher der stART.09: Benedikt Köhler und Jörg Blumtritt
Kunst in digitalen Medien nach dem Ende der digitalen Kunst (Vortrag)
Auch die bildende Kunst wird auf einem Markt gehandelt, der sich in mehrfacher Hinsicht im Umbruch befindet. Für Kunst spielt Unmittelbarkeit der Erfahrung, die „Aura“ eine überragende Rolle, und dadurch fällt dem Kunstbetrieb der Umgang mit Online-Medien oft nicht leicht. Zeitung und Zeitschrift, die Medien des „Feuilleton“, verlieren an Einfluss. In Social Media könnte Kommunikation über Kunst eine neue Heimat finden: persönlicher Austausch, Gespräche, Emotionen, Authentizität, durch die sich Social Media insbesondere auszeichnen, sollten einen Kanal zur Verfügung stellen, der bestens für den Kunstbetrieb geeignet ist. Vorgestellt werden drei Cases am Beispiel der Münchner Galerie Royal: 1) User-Generated Art und Artmobs, 2) Projekt „Bad Gallery“ 3) kunft.net.
Dr. Benedikt Köhler (*1975) studierte Soziologie, Ethnologie und Psychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Anschließend forschte er als wissenschaftlicher Mitarbeiter in den Feldern Globalisierung, öffentliche Meinung, kollektives Gedächtnis sowie Medienwandel und arbeitete als freier Berater für Social-Media-Strategien. 2006 promovierte er zum Thema “Soziologie des Neuen Kosmopolitismus” bei Ulrich Beck. 2008 gründete er zusammen mit Jörg Blumtritt die Arbeitsgemeinschaft Social Media e.V. Seit 2009 ist er Director Digital Strategy & Research der ethority GmbH in Hamburg. Er bloggt unter Blog.Metaroll.de zu mediensoziologischen und unter Kuirejo.de zu kulinarischen Themen.
Jörg Blumtritt (*1970) ist European Operations Officer beim Video-Vermarkter Tremor Media. Zusammen mit Benedikt Köhler ist Mit-Gründer und Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Social Media, einer Interessensvertretung im Bereich Online-Medien. Bis 2008 war er als Head of Marketing Services & Research beim Burda Community Network u.a. verantwortlich für die Marktforschung und die Einführung neuer qualitativer Methoden wie Netnography (< interNET ethNOGRAPHY) in die Medienforschung. Nach seinem Studium der Statistik und politischen Wissenschaften arbeitete er zunächst in der Verhaltensforschung im Bereich nonverbale Kommunikation. Diese Projekte, mit Schwerpunkt der Erforschung fremdenfeindlichen Verhaltens wurden u. a. von der EU-Kommission, der Bundesregierung und der Max-Planck-Gesellschaft unterstützt. Danach war er im Marketing und in der Forschung bei ProSiebenSat.1 und RTL II tätig. Mit seiner Frau Sigrid Schwarz führt Jörg Blumtritt die Galerie Royal, Off-Space und Galerie für zeitgenössische Kunst in München.

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