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Serie Web 2.0 im Kulturbereich – Basiswissen, Voraussetzungen für`s Bloggen

von am 14. Dezember 2009

Serie „Web 2.0 im Kulturbereich – Basiswissen“, Teil19:

voraussetzungen-bloggen-klein

Grafik: www.wordle.net

Ist jeder, der ein Blog schreibt, automatisch ein guter Blogger, dessen Beiträge gerne gelesen, kommentiert und verlinkt werden? Erreicht jeder, der bloggt, damit auch seine Ziele? Und macht es für jede Kultureinrichtung Sinn, ein Blog zu betreiben?

Nein.
Ein paar grundlegende Eigenschaften, Einstellungen und Kompetenzen sollte man schon mitbringen, wenn man ein (Corporate) Blog startet. Und auch von der Seite des Kulturbetriebes müssen gewisse Bedingungen erfüllt sein, wenn es etwas werden soll mit dem Bloggen. Egal, ob Sie selbst bloggen, einen externen Blogger anheuern oder das Betreiben des Blogs intern vergeben.

Persönliche Voraussetzungen für`s Bloggen

  • Man sollte gerne schreiben.
  • Man sollte etwas zu erzählen haben.
  • Man sollte Begeisterung für sein Thema aufbringen.
  • Man sollte kontaktfreudig sein und Spaß am Austausch mit anderen haben.
  • Man sollte mit Kritik umgehen können. - denn die kann in Form eines Kommentars öffentlich kommen. Man darf andere Sichtweisen und Meinungen nicht als Bedrohung sehen, sondern als Möglichkeit, seinen Horizont zu erweitern.
  • Man darf keine Scheu vor öffentlicher Meinungsäußerung haben.
  • Man sollte Spaß am Teilen haben.
  • Man sollte Durchhaltevermögen haben. Ein Blog ist eine längerfristige Angelegenheit. Wenn einem nach 3 Monaten die Puste ausgeht, ist es schade um die Zeit, überhaupt zu starten.
  • Man sollte experimentierfreudig sein.

Voraussetzungen, um mit dem Blog  Ziele zu verfolgen

Wenn man das Blog nicht nur spaß- oder experimenthalber betreiben, sondern damit bestimmte Ziele verfolgen will (z.b. Marketing/PR: neue Zielgruppen erreichen, Imageziele, Steigerung des Bekanntheitsgrades) ist es unbedingt Voraussetzung, dass man nicht nur mit dem Web 2.0 vertraut ist und die Kommunikation im Web 2.0 beherrscht, sondern auch

  • Strategien entwickeln und umsetzen und
  • zielorientiert arbeiten

kann.

Denn das Ziel sollte nicht sein, ein Blog aufzusetzen und zu betreiben, sondern mit dem Mittel „Blog“ bestimmte Ziele zu erreichen.
Das Blog an sich ist also nicht das Ziel, sondern nur ein Instrument, um sein Ziel zu erreichen.
Als solches muss es auch mit den anderen Instrumenten abgestimmt werden (z.B. im Marketing/PR in die entsprechende Strategie eingepasst werden).

Will man sein Blog zu Marketing / PR-Zwecken einsetzen, muss man natürlich Ahnung von Marketing/PR haben, will man damit Kultur vermitteln, sollte man fit in der Kulturvermittlung sein…

Voraussetzungen, die eine Kultureinrichtung erfüllen muss, wenn sie mit dem Bloggen startet

  • Sie kann mit dem Thema „Partizipation“ etwas anfangen und ist bereit, ihre Besucher einzubeziehen. Der Rückkanal wird als Bereicherung und nicht als notwendiges Übel empfunden.
  • Sie hat keine Scheu vor dem öffentlichen Dialog – auch wenn Kritik kommt.
  • Sie verfügt über personelle oder finanzielle Ressourcen (Mitarbeiter, die Zeit in Bloggen und andere Social Media Aktivitäten stecken können oder Geld, um das Bloggen extern zu vergeben).
  • Die Hierarachie lässt es zu, dass der/die Blogger relativ frei agieren können.
  • Sie will sich nach außen und innen authentisch und transparent zeigen.
    (Die Blogbeiträge sollen Persönlichkeit zeigen und nicht und nicht wie aalglatte Werbetexte formuliert sein)

Ausfühlicher habe ich das Thema „Voraussetzungen einer Kultureinrichtung, um ins Web 2.0 zu starten“ auf dem Kulturmarketing Blog behandelt, und Kathrin Kiefer hat im Rahmen der NPO-Blogparade im November09 die Frage für NPO im Allgemeinen gestellt “ Welche Schritte müssen NPO intern vollziehen, um ins Web 2.0 zu starten“. Die Auswertung gibt es demnächst HIER.

Zur Serie Web 2.0 im Kulturbereich – Basiswissen

Nicht alle bewegen sich selbstverständlich und souverän durch Social Networks, bloggen und nutzen Twitter für Kurznachrichten. Gerade im Kulturbereich sind vielen die neuen Begriffe noch nicht geläufig oder sie wissen nicht so recht, wozu die Werkzeuge gut sind.

Daher erläutere ich im Rahmen dieser Serie Grundlagen und stelle die Möglichkeiten des Web 2.0 vor.

Ich möchte Ihnen vor allem eine Vorstellung davon geben, was Sie mit dem Web 2.0 im Kulturbereich erreichen können und welche Werkzeuge Sie wofür einsetzen. Dazu bringe ich auch eine Menge praktischer Beispiele.

Haben Sie Fragen, Themenwünsche oder selbst praktische Beispiele? Literatur- oder Linktipps zum Thema? Dann schreiben Sie doch hier im Blog einen Kommentar oder benutzen Sie das Forum unserer Xing-Gruppe!

Bisher in dieser Serie veröffentlicht:

  • “Was ist das Web 2.0?”
  • Das Medium Internet –  wie unterscheidet es sich von den klassischen Kommunikationsmedien?
  • Einsatzgebiete von Web 2.0 im Kulturbereich – ein Überblick.
  • Kulturmarketing und PR im Web 2.0
  • Web 2.0 im Fundraising
  • Web 2.0 + Sponsoring / Sponsorenakquise
  • Neue Formen der Kulturfinanzierung im Web 2.0
  • Projektmanagement 2.0 und Online Collaboration (1)
  • Projektmanagement 2.0 und Online Collaboration (2)
  • Web 2.0 in der Kulturvermittlung
  • Das Kunstwerk 2.0
  • Die wichtigsten Tools, eine Übersicht
  • Was ist ein Blog?
  • Elemente eines Blogs und wie Sie sie einsetzen
  • Worüber können Sie als Kultureinrichtung bloggen?
  • Was bringt Ihnen als Kulturbetrieb oder Künstler das Bloggen?
  • Linkliste Blogs von Museen, Theatern, Orchestern, Kulturinitiativen
  • Linkliste Blogs von Musikern, Künstlern, Fotografen, Schriftstellern…
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    2 Kommentare

    1. […] Sie das überzeugt hat und Sie oder Ihr Kulturbetrieb auch noch die Voraussetzungen für`s Bloggen erfüllen, werden Sie jetzt vor folgenden Fragen […]

    2. […] Sie das überzeugt hat und Sie oder Ihr Kulturbetrieb auch noch die Voraussetzungen für`s Bloggen erfüllen, werden Sie jetzt vor folgenden Fragen […]

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