Das ist der 20. Beitrag der Serie “Web 2.0 im Kulturbereich – Basiswissen”.
Was Ihnen als Kultureinrichtung, als Kulturschaffender oder als Künstler ein Blog bringt und welche Vorteile ein Blog gegenüber einer statischen Website hat, habe ich in diesem Beitrag erläutert.
Wenn Sie das überzeugt hat und Sie oder Ihr Kulturbetrieb auch noch die Voraussetzungen für`s Bloggen erfüllen, werden Sie jetzt vor folgenden Fragen stehen:
- Soll ich nun ein Blog neben meiner Website aufsetzen oder anstelle meiner Website?
- Welche Blogsoftware soll ich nehmen?
Mit der ersten dieser Fragen beschäftigen wir uns in diesem Blogbeitrag, mit der zweiten nächste Woche.
1. Blog neben der Website
Sie haben schon eine Website, mit der Sie glücklich sind und die vielleicht auch technisch etwas komlexer ist (z.B. Shopsystem, Datenbanken…)?
Die Sie gerne so lassen wollen, wie Sie ist, um nicht an dieser Stelle Kosten zu verursachen?
Sie wollen testen, ob ein Blog etwas für Ihre Einrichtung ist, ohne gleich die ganze Website umzubauen?
Dann betreiben Sie Ihr Blog neben Ihrer Website.
Damit man es findet, sollten Sie es an prominenter Stelle von Ihrer Website aus verlinken (Startseite).
Beispiele dafür sind:
- Duisburger Philharmoniker
Website Duisburger Philharmoniker www.duisburger-philharmoniker.de – Blog dacapo www.dacapo-dp.de, Blog klasse.klassik (Blog zum Education Programm)
- Kronberg Academy
Website Kronberg Academy https://www.kronbergacademy.de – Blog Kronberg 2.0 www.kronbergzweinull.de - Susanne Haun (freischaffende Künstlerin)
Website Susanne Haun www.susannehaun.de – Blog von Susanne Haun http://susannehaun.wordpress.com - Kerstin Hoffmann (Kommunikationsberaterin)
Kerstin Hoffmann Website www.kerstin-hoffmann.de – Blog PR-Doktor www.pr-doktor.de - SinnerSchrader (Agentur)
SinnerSchrader Website www.sinnerschrader.de – Blog Fischmarkt www.fischmarkt.de - Frosta (Unternehmen, Tiefkühlkost)
Frosta Website: www.frosta.de – Frosta Blog www.frostablog.de
2. Blog anstelle der Website
Sie haben noch gar keine Website oder eine Website, die Sie längst überarbeiten (lassen) wollten? Sie sind genervt, dass Sie bei jeder Textänderung, oder wenn Sie ein Bild hochladen wollen, Ihren Webdesigner beauftragen müssen, weil das für Sie selbst zu kompliziert ist?
Dann sparen Sie sich die Website und setzen nur ein Blog auf.
Mittlerweile ist z.b. WordPress wunderbar als CMS (=Content Management System) nutzbar.
Neben dem eigentlichen Blogteil können Sie auch statische Seiten anlegen („Über uns“, Programm, etc.).
Neue statische Seiten anzulegen und zu bearbeiten ist – genauso wie Blogbeiträge zu schreiben, Bilder und Videos hochzu laden – nicht schwieriger als ein Word Dokument zu bearbeiten. Sie brauchen dazu keine Programmierkenntnisse.
(ein Artikel, wie Sie mit WordPress losbloggen, kommt noch…)
Beispiele dafür sind:
- Unsere eigene Website, stARTconference: www.startconference.org (WordPress)
- Bühnen Halle: www.buehnen-halle.de (Joomla)
- New Generation (Kinder-Musicalgruppe, Berlin): http://www.new-generation-berlin.de (WordPress)
- antigone 2.0 (freie Theatergruppe, Berlin): http://www.antigone20.de
- Fritz Quadrata (freier Illustrator): www.fritz-quadrata.de
- Benni Wolf (Fotograf): http://www.benniwolf.de
Jetzt würde es mich interessieren: Was haben Sie für Erfahrungen gemacht, z.B. mit Worpress als CMS? Betreiben Sie Ihr Blog neben Ihrer Website oder ist es in die Website integriert? Welche Argumente sprechen für Ihre Variante?
Zur Serie Web 2.0 im Kulturbereich – Basiswissen
Nicht alle bewegen sich selbstverständlich und souverän durch Social Networks, bloggen und nutzen Twitter für Kurznachrichten. Gerade im Kulturbereich sind vielen die neuen Begriffe noch nicht geläufig oder sie wissen nicht so recht, wozu die Werkzeuge gut sind.
Daher erläutere ich im Rahmen dieser Serie Grundlagen und stelle die Möglichkeiten des Web 2.0 vor.
Ich möchte Ihnen vor allem eine Vorstellung davon geben, was Sie mit dem Web 2.0 im Kulturbereich erreichen können und welche Werkzeuge Sie wofür einsetzen. Dazu bringe ich auch eine Menge praktischer Beispiele.
Haben Sie Fragen, Themenwünsche oder selbst praktische Beispiele? Literatur- oder Linktipps zum Thema? Dann schreiben Sie doch hier im Blog einen Kommentar oder benutzen Sie das Forum unserer Xing-Gruppe!
Bisher in dieser Serie veröffentlicht:
Schlagwörter: basics, basiswissen, cms, content management system, Duisburger Philharmoniker, Grundlagenwissen Web 2.0, Internet, Kulturbereich, new generation berlin, Serie, Web 2.0, Web 2.0-Tools, Web2.0, wordpress



Hallo,
ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht die Webseite mit einem Blogsystem (WordPress) zu realisieren. Es gibt immer noch einen Blogteil auf der Seite, aber es kommen halt noch enige Seiten dazu. Ein Beispiel dafür ist auch meine Seite:
http://www.hochzeitsfotograf-benniwolf.de
Lg Benni Wolf
Hallo Karin,
ein sehr schön “offener” Artikel, der mal wieder versucht, Newbies an diese neu Welt heranzuführen.
Zur den konkreten Fragen die da lauteten:
1. >> Was haben Sie für Erfahrungen gemacht, z.B. mit Worpress als CMS?
2. >> Betreiben Sie Ihr Blog neben Ihrer Website oder ist es in die Website integriert?
3. >> Welche Argumente sprechen für Ihre Variante?
Zu 1. Wir mache gerade sehr gute Erfahrungen mit http://www.du2010.de, dem Duisburger Beitrag zur Kulturhauptstadt auf Basis von WordPress. WordPress bietet aus unserer Sicht die Möglichkeit, Elemente einer statischen Website mit den dynamischen Komponenten eines Blogs zu vereinen. Mit den individuellen Anpassungen die wir haben vornehmen lassen, fließen auch unsere Web 2.0 Aktivitäten bei Facebook und Twitter optimal in das Projekt ein.
Zu 2. Die Stadt Duisburg hat neben einigen Blogs als Basis eine Website mit gut 17.000 Seiten unterschiedlichster Ausprägung. Wer sich genauer über die vielen Inhalte, Sonderprojekt, Datenbanken usw. informieren will, mag mich gerne unter o.steinke@stadt-duisburg.de kontaktieren, hier sprengt das einfach den Rahmen.
Zu 3. Hier wäre WordPress völlig überfordert, die Anforderungen einer deutschen Großstadt könnten nicht annähernd mit solchen Mitteln erschlagen werden. Hinzu kommt, dass wir uns sowohl bei Software, Softwareentwicklung und Support bei solchen Mengen, solcher Vielfalt und solcher Beobachtung, unter der wir stehen, nur nachvollziebare Lösungen “leisten” können. Zu komplex, zu öffentlichkeitswirksam, zu kritisch beobachtet. Zurück zur Frage: WordPress als tolles und erfolgreiches Experiment – ja! Als Website für eine Großstadt – nein!
[...] der ersten dieser Fragen haben wir uns in diesem Blogbeitrag beschäftigt, die zweite ist jetzt [...]