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Initiative durchstARTer! Bundesministerium fördert in Zeiten leerer Kassen Kultur-Eigeninitiative im Social Web

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Nicht immer sind es Negativmeldungen, die die deutsche Kulturlandschaft aufhorchen lassen. Waren es bisher Schreckensmeldungen massiver Einsparungen im Kulturbereich, überrascht das Bundesministerium für Kunst und Kultur mit einem ungewöhnlichen und weltweit innovativen Projekt.

Ausgehend vom dem Gedanken „Hilfe zur Selbsthilfe“, hat es die bundesweite Initiative „durchstARTer!“ ins Leben gerufen. Gemeinsam mit dem Team der stARTconference, die durch die stART09 Konferenz im September 2009 in Duisburg mit 500 Teilnehmern erstmalig die Welten von Kunst/Kultur und Web 2.0 erfolgreich zusammen gebracht hat, organisiert das Bundesministerium im Mai einen runden Tisch, um das Projekt vorzustellen und zusammen mit den Kulturschaffenden und der ebenso durch die Wirtschaftskrise gebeutelten Kreativ-Wirtschaft ein handlungsfähiges Konzept für eine neuartige Darstellung und Eigenvermarktung künstlerischer und kultureller Medien zu erarbeiten.

„Es ist eine unglaubliche Verschwendung von Möglichkeiten und Einnahmen, wie heute in den Zeiten von Social Web, multimedialer Interaktion und den Chancen einfachster selbständiger Medienproduktion Kulturschaffende und Agenturen hochwertigsten Content ungenutzt links liegen lassen.“, so Ministeriumssprecherin Dr. Karin Schröter.
Es ginge nicht an, dass in Zeiten leerer Staatskassen durch Steuergelder finanzierte Kunst und Kultur nicht jede Chance nutze, um aus eigener Kraft zu ihrem Erhalt beizutragen.
„Mit der Initiative „durchstARTer!“ wollen wir für ein neues Denken sensibilisieren.“ so Schröter weiter. Jeder wisse zum Beispiel, dass ein grosses Orchester nur maximal 5-10 % seiner benötigten Gelder durch den Ticketverkauf erwirtschaften kann. War es bisher nicht möglich, den live produzierten Inhalt in hoher Qualität kostengünstig zur eigenen Vermarktung, zum Merchandising oder zur Sponsoren-Generierung einzusetzen, bieten neueste technische Entwicklungen und Social Media heute die ideale Grundlage, um neue und junge Besuchergruppen zu erreichen und innovative Vermarktungskonzepte umzusetzen.

Ministereriumssprecherin Schröter wies auch darauf hin, dass angefangen von Orchestern, wie zum Beispiel den Berliner Philharmonikern mit einem eigenen Web-TV (Digital Concert Hall), über die Duisburger Philharmoniker mit ihrem erfolgreichen Social-Network/Media-Projekt „Philharmonie 2.0“, bis hin zu Museen, kleinen Bühnen und Schriftstellern, die ihre Kunst im Web präsentieren und in den Social Networks wie Facebook und Twitter mit ihren digitalen Freunden kommunizieren, viele grosse und kleine Aktionen zeigen, wie kreativ das Social Web genutzt werden kann.

Die Kreativwirtschaft muss ebenfalls umdenken

Aber nicht nur die Kunst- und Kulturschaffenden sind aufgerufen umzudenken. Auch Agenturen, Verlage und Medienproduzenten müssen neue Wege gehen, um von den Entwicklungen in der digitalen Interaktion profitieren zu können. So müssen Agenturen schnellstens die nötige Medienkompetenz erlangen, um ihre Kunden auf dem Weg zu einer offenen, ehrlichen und authentischen Darstellung im Web optimal beraten und begleiten zu können.
Medienunternehmen wiederum müssen sich endgültig von dem Gedanken lösen, dass sie noch die „Türwächter“ von Informationen, Nachrichten und Medien sind. Genau wie die siechende Musikvermarktungsindustrie, benötigen sie ein radikales Umdenken, um eine Überlebenschance zu haben.
Aber gerade in der partnerschaftlichen Kombination der drei Bereiche Content-Lieferanten, Social-Web-Experten und Medienunternehmen liege die grösste Chance für einen nachhaltigen Erhalt der reichhaltigen deutschen Kulturlandschaft. „Hier können wir beim Thema faire und freundschaftliche Zusammenarbeit noch jede Menge von den erfahrenen Web-Nutzern lernen.“, meint Schröter.

durchstARTer! startet im Mai mit einem runden Tisch

Kurzfristig sieht die Initiative „durchstARTer!“ einen runden Tisch im Bundesministerium im Mai vor. Ziel ist es, bis zur nächsten stARTconference – die stART10 wird vom 08.-10.09.2010 in der Duisburger Mercatorhalle stattfinden – in dezentralen Arbeitsgruppen ein erstes Kultur-2.0-Konzept für die verschiedenen Bereich von Kunst und Kultur zu erarbeiten, dass dann in Vorträgen und Workshops, an denen auch Online live teilgenommen werden kann, gemeinsam den jeweiligen Bedürfnissen angepasst wird. Dabei stehen nachhaltige und kooperative Lösungen im Sinne eines Social Marketings im Mittelpunkt.

„Ich bin mir sicher, dass wir mit dieser Initiative nicht nur einen entscheidenden Beitrag für die Sicherung unserer kulturellen Vielfalt geben werden, sondern auch die Medienkompetenz der Bürgerinnen und Bürger nachhaltig stärken und dem Wirtschaftsstandort Deutschland dauerhaft neue Impulse geben.“, sagte Frau Schröter. Sie hoffe, dass die anderen von diesem Thema berührten Ministerien ebenfalls die Chancen erkennen und auf den „durchstARTer!“-Zug aufspringen , der nun voller Energie in Bewegung gesetzt wird und nicht vor den Grenzen Deutschland halt machen soll.

Weitere Informationen, Mitmachmöglichkeiten und die aktuellen Termine unter www.durchstARTer.org und www.durchstARTer.eu.

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Update 02.04.2010

Die Initiative durchstARTer! ist, so vernünftig sie auch klingen mag, leider nur ein Aprilscherz.

Daher möchten wir hier klarstellen:

Leider gibt es weder ein Bundesministerium für Kunst und Kultur, noch eine Ministeriumssprecherin für diesen Bereich. Auch eine Initiative durchstARTer! ist so (noch) nicht in Sicht.

Aber noch trauriger, als dieser Sachverhalt, ist es, dass die im Beitrag beschriebenen Chancen und Möglichkeiten nicht genutzt werden!

Wer das Social Web und die enorme Entwicklung der Technik und der Interaktionsmöglichkeiten sieht, wer sich die vielen Best-Practice-Projekte und das engagierte selbständige Handeln der Kulturschaffenden anschaut, wird aber sicher unsere Überzeugung teilen, dass hier neue Darstellungsmöglichkeiten und Einnahmemodelle leichtsinnig ignoriert werden.

Kunst und Kultur brauchen aber dringend diese wichtigen Impulse, brauchen dringend neue Ideen und Visionen, um die kommenden harten Zeiten zu überleben.

Kunst und Kultur sind ein fester Bestandteil unseres sozialen Lebens und somit auch ein Bestandteil des von uns genutzten Social Web.

Mehr noch:
Kunst und Kultur sind ein vorbildliches Beispiel dafür, wie hochwertiger Content ein Medium, dass als mit sinnlosen Informationen überflutet gilt, positiv beeinflussen und helfen kann, Medienkompetenz auf breitester Front zu fördern.

Dieser Rolle sollten sich Künstler und Kulturbetriebe gewahr sein.

Sie sollten sich auch des Wertes ihrer Werke bewusst sein, der sich nicht nur im Live-Event beschränkt.

Kunst und Kultur besitzen einen grossen und kostbaren Schatz, der – verantwortungsbewusst und kompetent eingesetzt! – in wirtschaftlicher wie sozialer Hinsicht eine für unsere Gesellschaft wertvolle Rendite erwirtschaftet.

Wir haben uns aber sehr über die zum aller größten Teil begeisterteten Rückmeldungen gefreut.
Die einen, die dieser Falschmeldung auf den Leim gegangen sind und sie durchaus für möglich hielten, waren voll Tatendrang und fragten, wo und wie sie mitarbeiten könnten. Das zeigt uns, dass diese Idee auf breiter Front durchaus als sinnvoll, ihre Thematik als realistisch angesehen wurde.
Die anderen, die schon bei der Nennung eines “Bundesministerium für Kunst und Kultur” erkannten, dass diese Nachricht leider nicht wahr ist, schrieben uns aber, dass sie inhaltlich voll und ganz hinter einer Initiative “durchstARTer!” stehen würden.

Es gibt uns doch zu denken, dass eine Idee, die von uns als “Wachrüttler” gedacht war, durchaus realisierenswert ist.
Wir sind daher jederzeit offen und bereit, intensiv mit entsprechenden Verbänden, Künstlern, Kreativen und Behörden eine solche Initiative weiter zu planen.

Wir würden uns freuen, wenn unser Aprilscherz bald keiner mehr ist und werden bis dahin mit den Mitteln und Möglichkeiten der stARTconference daran weiter arbeiten.

Das stARTconference-Team,

Christian Henner-Fehr
Christian Holst
Karin Janner
Frank Tentler

stART10 | 08.-10.09.2010 | Mercatorhalle Duisburg | www.stARTconference.org

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Initiative durchstARTer! Bundesministerium fördert in Zeiten leerer Kassen Kultur-Eigeninitiative im Social Web

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1 Kommentar zu “Initiative durchstARTer! Bundesministerium fördert in Zeiten leerer Kassen Kultur-Eigeninitiative im Social Web”

  1. Hagen Kohn sagt:

    Ich hatte mir schon verdutzt die Augen gerieben! Schade , dass es vorerst nur eine Vision ist…

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