stARTconference

Blogparade + Sonderheft Kulturmanagement Network + stARTconference: Geschäftsmodelle im Web 2.0

von am 5. April 2010

Letztes Jahr haben wir mit unserem Partner Kulturmanagement Network das Monatsmagazin Juli 09 zum Thema Web 2.0 gemacht.
Die Beiträge zum Thema Web 2.0 haben zum Großteil wir selbst geschrieben.

Für dieses Jahr haben wir uns etwas anderes ausgedacht:
Wir veranstalten eine Blogparade zu einem unserer Schwerpunktthemen (Geschäftsmodelle im Web 2.0) und veröffentlichen die Ergebnisse der Blogparade als e-Book, das als Sonderheft über den Verteiler des Kulturmanagement Network an die 18.000 Abonnenten des Monatsmagazins versendet wird. Zudem wird es auf stARTconference/publications und im Archiv des Kulturmanagement Network zum kostenlosen Download bereitstehen.

blogparade-geschaftsmodelle-startconference-1

Was ist eine Blogparade?

Eine Blog-Parade (auch genannt: Blog-Karneval) ist eine Blog-Veranstaltung, die wie folgt abläuft:
Ein Blog-Betreiber (in diesem Fall: stARTconference) legt ein Thema fest (Geschäftsmodelle im Web 2.0), veröffentlicht dieses in Form eines Blog-Beitrags und fordert seine Leser dazu auf, Artikel zu diesem Thema im jeweils eigenen Blog zu veröffentlichen.
Damit die Artikel gesammelt werden und auch später wieder auffindbar sind, werden sie per Trackback mit dem Blog verlinkt, das die Frage gestellt hat (hier: startconference).

Auf blogparade.de ist die Vorgehensweise ganz ausführlich erklärt.

So kommen zu einem Thema Artikel mit unterschiedlichen Ideen und Sichtweisen zusammen.

Jetzt sind Sie dran!

Wir werfen nun die Frage nach Geschäftsmodellen im Web 2.0 ins Rennen und bitten Sie, liebe Leser, um Stellungnahme, Erfahrungsbericht, Aufsatz oder was Ihnen dazu einfällt – in Form eines Artikels auf Ihrem Blog.

Bitte per Trackback verlinken mit diesem Blogbeitrag.
Falls der Trackback nicht ankommt, bitten wir um einen “händischen Trackback”: Schreiben Sie uns einen Kommentar und verlinken Sie darin Ihren Artikel.

Leser, die kein eigenes Blog haben, können sich trotzdem an der Blogparade beteiligen:
Schicken Sie uns einfach Ihren Beitrag per Mail (an karinjanner@startconference.org), wir veröffentlichen ihn dann als Gastbeitrag auf unserem Blog.

Die Blogparade läuft bis zum 30. April, Einsendeschluss für Beiträge und Trackbacks ist also der 30. April 2010.
Beiträge, die danach eintreffen, können wir in der Auswertung nicht berücksichtigen.

Die Auswertung erfolgt bis Mitte Mai, und Ende Mai (oder Ende Juni, je nachdem wie viele Beiträge kommen und wie schnell wir daher mit der Bearbeitung sind) erscheint das Sonderheft Kulturmanagement Network mit den Beiträgen aus der Blogparade.

Wer an der Blogparade teilnimmt, gibt automatisch die Zustimmung zu dieser Veröffentlichung.
Jeder Autor ist selbst verantwortlich für die eigenen Texte.
Birgit Schmidt-Hurtienne wird die Texte  lektorieren und auf Rechtschreibfehler prüfen, aber an den Inhalten und am Stil werden wir nichts ändern.

Wir behalten uns vor, Beiträge nicht ins Magazin aufzunehmen, wenn wir sie aufgrund von formalen oder inhaltlichen Kriterien für nicht geeignet halten.

Geschäftsmodelle im Internet – Themenvorschläge

  • Die digitalen Medien haben alte Ertragsmechaniken zerstört oder in Frage gestellt (Zeitschriften, Zeitungen, Musikbranche usw.), aber bringen sie möglicherweise auch neue Geschäftsmodelle hervor?
  • Welche Konzepte gibt es bereits, z.B. im Bereich «Freemium», und wie und mit welchem Erfolg können diese in Kulturunternehmen und -einrichtungen zum Einsatz kommen?
  • Welche Auswirkungen haben die neuen Geschäftsmodelle auf die ökonomischen Rahmenbedingungen (Beispiel «Long Tail»)?
  • Welche neuen Formen der Kulturfinanzierung (z.B. Sellaband) und des Vertriebs (z.B. Digital Concert Hall) bieten soziale bzw. digitale Medien?
  • Der Einsatz von sozialen Medien muss sich langfristig auf die eine oder andere Weise rentieren. Anhand welcher Kennzahlen und Größen kann der Erfolg von Social Media gemessen werden?
  • Bringt Social Media auch nichtkommerzielle Erträge und wenn ja, wie können diese beziffert oder bewertet werden?

Die hier genannten Fragen und Beispiele sind als Anregung gemeint. Wir freuen uns auch über Artikel, die andere Aspekte behandeln.

Wir sind gespannt auf Ihre Artikel und freuen uns, das Heft “Geschäftsmodelle im Internet” für Kulturmanagement Network diesmal gemeinsam mit Ihnen zu gestalten!

Übrigens:
Eine sehr gute Blogparade hat Kerstin Hoffmann zum Thema Kundennutzen veranstaltet, dort können Sie sich ansehen, was bei so einer Aktion herauskommen kann und sich Anregungen für Ihre Beiträge holen. (Hier das e-Book, das Kerstin Hoffmann aus den Beiträgen erstellt hat).
Oder Sie schmökern sich durch die mittlerweile 14 Blogparaden, die im Rahmen der NPO-Blogparade entstanden sind.

Update:

Artikel, die  im Rahmen der Blogparade geschrieben wurden:

Achtung!!
Wie ich feststelle, kommen die Trackbacks leider nicht an!
Wenn der Trackback nicht ankommt, bitte einen manuellen Trackback setzen:
Einfach einen Kommentar schreiben und den entsprechenden Blogbeitrag verlinken.

+++1.5. UPDATE+++

Aufgrund zahlreicher Bitten um Aufschub haben wir die Frist, in der Sie beiträge zur Blogparade verfassen können, bis zum kommenden Freitag (7.5.) verlängert!!

+++2.6. UPDATE+++

Vielen Dank an die Autoren für die eingegangenen Beiträge!

Damit wird das ein tolles Magazin, wir vom stARTTeam und auch Dirk Heize und Dirk Schütz vom Kulturmanagement Network sind beeindruckt über die Qualität und Vielfalt Ihrer Blogbeiträge und auch über die interessanten Diskussionen, die in manchen Blogs entstanden sind!

Birgit Schmidt-Hurtienne (Blog: http://auslassungspunkte.wordpress.com) hat sich netterweise bereit erklärt, die Beiträge zu lektorieren und das Layout des Magazins zu machen.
Vielen Dank schon mal an dieser Stelle an Birgit!

+++22.6. UPDATE+++

Das eBook ist fertig und liegt hier zum Download bereit!



Schlagwörter: , , , , , , ,

38 Kommentare

  1. […] es wieder eine Publikation geben, allerdings ist die Grundidee eine andere. Wie Karin Janner im stARTconference Blog ankündigt, gibt es dieses Jahr eine Blogparade. Das heißt, jede/r von Ihnen ist eingeladen, sich […]

  2. Karin Janner sagt:

    Das gibts doch nicht, dass hier kein Trackback ankommt :-(
    Ich schreib mal einen Testkommentar…

  3. […] oder verschenkt werden können wie die Papierausgabe. Dieser Artikel ist ein Beitrag zur Blogparade von stARTconference & Kulturmanagement Network zum Thema “Geschäftsmodelle im Web […]

  4. Tja, ich versuch’s auch lieber mal händisch…

    Als Beitrag zur Blogparade gerade bei E-Book-News gepostet:

    “Free as in beer, or free as in e-book?”: Ein Überblick zu alternativen Web 2.0-Geschäftsmodellen“

    http://www.e-book-news.de/free-as-in-beer-or-free-as-in-e-book-alternative-geschaftsmodelle-im-web-20/

  5. […] Der Beitrag beteiligt sich an der Blogparade zu Geschäftsmodellen im Web […]

  6. […] Videokunst – Zugriffsrechte verleihen bringt mehr als Medien verkaufen! Beitrag zur Blogparade der stARTconference. Vergangenen Freitag war ich beim Podiumsgespräch „TRICKY Films. Die animierenden Filme der Künstler“  im Galerienhaus Stuttgart, in dem es um die Vermarktung und insbesondere um die Problematik der kommerziellen Distribution von Medien-, Video- und Filmkunst ging. Ausgehend von dieser sehr anregenden Diskussion, möchte ich nachfolgend die Schwierigkeiten kurz erläutern und anschließend ein Geschäftsmodell skizzieren, das die finanzielle Situation von Videokünstlern verbessern könnte . Gleichzeitig ist dies auch mein Beitrag zur Blogparade der stARTconference. […]

  7. […] Beitrag entstand als Teil der Blogparade für stARTconference zum Thema: „Geschäftsmodelle im Web 2.0“. Eine Blogparade (auch bekannt als Blog Karneval) ist ein Online-Event, das wie folgt abläuft: […]

  8. […] Konferenz gemeinsam mit dem Kulturmanagement Network zu einer Blogparade zum Thema “Geschäftsmodelle im Web 2.0” auf. Erst mal ein herzliches Dankeschön für die gute […]

  9. Scheinbar scheint auch bei mir der Trackback nicht zu klappen, deshalb hier manuell der Hinweis auf den soeben veröffentlichten Kapitel „Geschäftsmodell im Web2.0: Beispiel zum Vertrieb von Kurzfilmen“
    Beste Grüße!
    http://www.jenniferhoffmann.com/2010/04/29/geschaeftsmodelle-im-web20-beispiel-vertrieb-von-kurzfilmen/

  10. […] noch ein letzter Punkt: bis heute läuft noch die Blogparade, die von Kulturmanagement Network und stARTconference durchgeführt wird und sich um das Thema […]

  11. […] meiner Funktion als Marketing/PR-Frau der stARTconference habe ich eine Blogparade zum Thema “Geschäftsmodelle im Web 2.0″ ins Leben gerufen. Das ist eines der Schwerpunktthemen der stART10, und aus den Ergebnissen der […]

  12. cdv! sagt:

    Scheinen wirklich nicht automatisch anzukommen. Hier also der Link, hoffe, dass ich noch gerade rechtzeitig bin.
    http://prcdv.typepad.com/cdv/2010/05/web-20kommunikation-f%C3%BCr-die-opernfestspiele.html

  13. Angeregt durch Christians Nachricht, man können nun doch noch bis Montag Artikel zur Blogparade einreichen, habe ich nun auch noch einen in die Tastatur gehauen. Ich versuche darin weniger ein in sich abgerundetes Geschäftsmodell vorzustellen, als für mich die grundlegende Anwendbarkeit von Web 2.0 auf die Erstellung eines Geschäftsmodells an sich anzuwenden.

    http://zeilitzheim.blogspot.com/2010/05/geschaftsmodelle-im-web-20.html

    Alexander

  14. […] zweiteilige Beitrag (morgen geht es um konkrete Kennzahlen und ihre Bedeutung) an der Blogparade “Geschäftsmodelle im Web 2.0″ der stARTconference […]

  15. […] Mai 2010 · Hinterlasse einen Kommentar Die stARTconference hat vor einiger Zeit eine Blogparade zum Thema »Geschäftsmodelle im Web 2.0« gestartet und es haben sich zahlreiche Mitwirkende gefunden, die sehr interessante Einsichten und […]

  16. […] zweiten Teil meines Beitrags zur Blogparade “Geschäftsmodelle im Web 2.0″ der stARTconference geht es darum, mit welchen Messungen und Kennzahlen – und ob überhaupt – Erfolg von […]

  17. […] versehen. Jetzt habe ich ihn wiederentdeckt, als ich für meinen Beitrag zur Blogparade der stARTconference zu recherchieren begann. “Geschäftsmodelle im Web 2.0″, während vor nicht allzu […]

  18. […] Blogparade stARTconference + Kulturmanagement Network: Geschäftsmodelle im Web 2.0 – Verlängert bis 7.5. Autor: Karin Janner via startconference.org […]

  19. Da die Trackback-Funktion scheinbar wirklich nicht geht, hier unser Beitrag zu Blogparade per Kommentar.
    Wir zeigen im Artikel Beispiele aus dem Bereich Kunst. Welche Modelle gibt es und welche Ansätze wurden gewählt.

  20. […] diesem Beitrag nehme ich an der Blogparade des Kulturmanagement Networks und der stART-Conference 2010 teil: Gefesselte Hände können keinen Beifall […]

  21. […] stARTconference lautet “Geschäftsmodelle im Web 2.0″. Dazu gibt’s momentan auch eine Blogparade, die ich zum Anlass nehme, um mir hier ein paar Gedanken zum Thema “Crowdfunding im […]

  22. […] Beitrag zur Blogparade “Geschäftsmodelle im Web 2.0″ der stARTconference, handelt von der, von mir derzeit durchgeführten, Studie „Museen und Orchester im Social […]

  23. […] einer Konferenz so zu benennen (wie etwa bei der stART-Conference geschehen, für deren aktuelle Blogparade dieser Artikel ein Beitrag ist). Jedoch stellt sich die Frage, ob die meisten Mitarbeiterinnen und […]

  24. Spannende Idee mit der Blogparade, habe ich mit Begeisterung gelesen. Für meinen Beitrag hat das Trackback nicht geklappt, hier nochmals mein Link: „Über Raubvögel, Hegel und das
    ‚Geschäftsmodell 2.0‘ für den Kunst- und Kulturbereich“

    http://kunstistauchkaktus20.wordpress.com/2010/05/07/ueber-raubvogel-hegel-und-das-geschaeftsmodell-2-0/

  25. Aggregator für Klassik

    Der Begriff Aggregator bezeichnet ein Internet-Unternehmen, das alle Anbieter, Nachfrager und Produkte eines Segmentes unter einer Webadresse, einer Benutzeroberfläche und einer Suchlogik zusammenzufasst und so für jedes Angebot mindestens einen Nachfrager findet. Ein bekanntes Beispiel ist EBay, der Aggregator für alle physischen Konsumartikel, die auf der Welt angeboten werden. Ein Aggregator in der Musik ist ein Internetangebot, an dem Künstler, Aufnahmen, Konzerte und Publikum ebenso wie andere Download-, CD- und Ticketshops und weitere musikbezogene Angebote an einem Ort zusammengeführt werden. Der Zweck eines Aggregators ist klar: Jeder Künstler oder Vermarkter hat heute eine Website. Aber eine Website ist zunächst eine Plakatsäule im Wald. Sie muß an die Straße verschoben werden, dort wo der meiste Verkehr ist. Also auf Internetdeutsch: der Traffic. Dafür bietet sich entweder Suchmaschinenwerbung an, oder Werbung auf einer Website, wo das ganze Publikum versammelt ist – einem Aggregator.

    MySpace ist heute für fast alle Musikströmungen weltweit der marktführende Aggregator. Hier haben alle Musiker ihre Präsenz, neue Aufnahmen und Konzerte werden vorgestellt, weiterempfohlen, beworben. Es findet sich buchstäblich alles: neuerschienene Hit-CDs neben Downloads, die gestern in einer Garage in Hong Kong aufgenommen wurden. Konzertpromotions der Rolling Stones neben Einladungen zu ersten Live-Auftritten von Schülerbands auf dem Schulfest. Der Wegweiser durch dieses Universum ist der eigene Geschmack des Nutzers in Verbindung mit Such- und Empfehlungsmechanismen des Web 2.0, die MySpace bereithält. Das Publikum verabredet sich für Konzerte, durchforstet das Angebot nach Neuigkeiten, entdeckt und verbreitet sie weiter. Virtuelle Fangemeinden bilden sich, Musikerkarrieren beginnen heute bei MySpace. Durch die günstigen Produktions- und Distributionsbedingungen von Downloads findet dort jedes Angebot Nachfrager und seien es noch so wenige. Die Vielfalt an veröffentlichter Musik heute ist dadurch um ein vielfaches Größer als je zuvor. Die Hits der Musikindustrie weichen der Lust des Publikums am eigenen, individuellen Musikgeschmack.

    Diese Entwicklungen stehen in der Klassik erst am Anfang. Der CD-Umsatz ist relativ stabil, wenn auch die Vielfalt des Angebotes hier noch mehr darunter leidet, dass der physische Einzelhandel für Klassik jenseits der großen Musikkonzerne, die allein noch im Handel vertreten sind, praktisch nicht mehr existiert und das Onlinegeschäft diesen Umsatzverlust noch nicht auffangen konnte. Sowohl für die unabhängigen Klassik-Labels (allein in Deutschland 1.200), als auch die Agenturen und Veranstalter in der Klassik (Deutschland 1.500) gilt, dass bislang über die 360-Grad-Vermarktung erst auf Verbandstagungen geredet wird.

    Die Marktteilnehmer verweisen bei der Stabilität bzw. Unbeweglichkeit ihres Segmentes gerne auf die Altersstruktur des Publikums. Stärkster Abnehmer der klassischen Musik ist seit jeher die Zielgruppe der über Fünfzigjährigen mit einem Anteil von 63,9% (Zahlen von 2009). Trotzdem sind aufgrund des hohen Ausbildungs- und Einkommensstandes die Klassikkonsumenten heute allesamt im Netz, haben Email-Accounts und betreiben Online-Banking. Das Problem ist vielmehr, dass Klassik im Internet noch sehr benutzerunfreundlich ist. Bei CDs und Downloads findet man die Onlinehändler noch relativ leicht. Danach scheitert es aber oft an der Bedienung. Die Seiten sind auf das junge Popmusikpublikum in Gestaltung und Funktionsweise optimiert. Der ältere Klassikfreund bleibt auf der Strecke. Bei Konzertkarten muss man eigentlich die Webadresse des Ticketshops wissen. Über Suchmaschinen ist das Richtige kaum zu finden. Danach ergibt sich wieder das Problem der Bedienbarkeit.

    Aber auch die Kernthese vom alten und deswegen konservativen Publikum ist grundsätzlich nicht haltbar. Für die Gruppe der Dreißig- bis Fünfzigjährigen, die 29,6% zum Marktvolumen beitragen, ist das Internet längst alltägliches Medium. Beeindruckend ist die Entwicklung bei den Jugendlichen: Lag der Anteil der unter Dreißigjährigen unter den Klassikkäufern 2008 noch bei 2,7%, stieg er 2009 um 74% auf 4,7%. Bei den Zehn bis Neunzehnjährigen stieg der Anteil von 1,3% in 2008 auf 1,8% in 2009. Ein Treiber für diese Entwicklung: Die Affinität der Zielgruppe zum Internet. Junge Klassikfreunde scheitern nicht an der Bedienung und sie sind es gewohnt, über Dinge, die sie interessieren, punktgenau benachrichtigt zu werden und gleich am Computer kaufen zu können. Der zweite: Die Preiserosion durch das Internet. Die Jugendlichen sind die einzige nicht einkommensstarke und daher preiselastische Nachfragergruppe in der Klassik. Fazit: Das Internet ist für die klassische Musik der lange gesuchte Weg, junges Publikum zu gewinnen. Man muss es nur entsprechend zu nutzen verstehen.

    Für die Künstler sind diese Entwicklungen hervorragend, auch wenn das noch die wenigsten von ihnen erkannt haben. Aus der Sicht der Musiker wäre es insgesamt wünschenswert, wenn die Entwicklung in der übrigen Musikindustrie auch in der Klassik stattfindet, so dass die bisherigen Label-, Veranstalter- und Agenturleistungen aus einer Hand kommen. Darüber hinaus beträgt bereits heute das Umsatzverhältnis Aufnahme zu Konzert in der Klassik nicht wie in der gesamten übrigen Musikindustrie 1:2 zugunsten des Konzerts, sondern 1:6! Klassikkünstler leben von Konzerten, nicht von Aufnahmen. Eine weitere Verschiebung der Ausgaben füllt die Konzertsäle und stärkt daher die wirtschaftliche Situation der Künstler.

    Die Megatrends der Musikindustrie und das Internet, das diese Trends verstärkt, sind in der Klassik potentiell gut für die Musiker, gut für die Agenturen, gut für das Publikum und gut für die klassische Musik!
    Man muß sie nur nutzen. Dazu braucht es zweierlei: Internetauftritte der Künstler und Vermarkter, die den Ansprüchen des Web 2.0 entsprechen und einen Aggregator, der für den Traffic sorgt.

    Wie gesagt: MySpace ist heute für fast alle Musikströmungen weltweit der marktführende Aggregator. Einzig die Klassik ist bei MySpace praktisch nicht vertreten. Bislang hat ein Unternehmen diese Marktlücke erkannt und bereits begonnen, sie zu schließen: Monalvo (www.monalvo.com).

  26. Aggregator im Internet

    Hier sicherheitshalber noch der Link zum Beitrag:

    http://www.monalvo.com/blog/Monalvo+CEO+Blog/2975

  27. […] nicht unbedingt mit Geschäftsmodellen für ihre Arbeit. (Simon Frank geht in seinem Beitrag zur startconference-Blogparade auf diesen Graben genauer ein.) Teilweise herrscht sogar die Haltung vor, dass Kultur ein Anrecht […]

  28. […] April haben wir gemeinsam mit unserem Partner Kulturmanagement Network eine Blogparade […]

  29. […] Mai hatte ich ja schon hingewiesen auf einige interessante Beiträge der gemeinsamen Blogparade von stARTconference und Kulturmanagement Network zum Thema »Geschäftsmodelle im Web […]

  30. […] April habe ich für die stARTconference eine Blogparade veranstaltet (Was ist eine Blogparade? – Erklärung […]

  31. […] Vorfeld der Konferenz haben die Organisatoren zu einer Blogparade zum diesjährigen Thema “Geschäftsmodelle im Web 2.0” aufgerufen: 20 Blogger haben […]

  32. […] vom 28.04.2010: Der Beitrag beteiligt sich an der Blogparade zu Geschäftsmodellen im Web 2.0. Dieser Beitrag wurde unter Medien-Geschäftsmodelle abgelegt […]

  33. […] Perspektivisch können die Ergebnisse auch in einer Publikation festgehalten werden, wie es bei der Blogparade zu neuen Geschäftsmodellen im Web 2.0 bei der stARTconference von Karin Jänner gemacht […]

  34. […] nimmt der Medienlotse mit diesem Beitrag auch an einer Blogparade unter dem Thema “Geschäftsmodelle im Web 2.0” teil. Ausrichter ist die […]

  35. […] bin ein großer Fan dieses Formates, habe schon etliche Blogparaden veranstaltet (z.B. “Geschäftsmodelle im Web 2.0″ in Vorbereitung auf die stART10, “Social Media Mix für Non-Profit-Einrichtungen, wie könnte […]

Kommentieren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.