Die Sprecher der stART.10: Patrick Breitenbach “Kulturkommerzialisierung ohne Gesichtsverlust”

Kultur 2.0 steht im ständigen Spannungsfeld zwischen kultureller Ästhetik bzw. künstlerischer Freiheit und ökonomischer Notwendigkeit. Die „Ökonomie des Geldes“ (bzw. im Zeitalter der Medien die „Ökonomie der Aufmerksamkeit“) erfordert eine Verbindung von kulturellem Verständnis und Know-how aus dem Bereich der Wirtschaftswissenschaften, also Managementfähigkeiten wie Marketing, Projektplanung und Fundraising. Gleichzeitig helfen die neuen Medien als Empfehlungsmechanismen dabei, Kulturgut empfänglicher zu machen.
Die Kultur von morgen muss sich also darauf konzentrieren, immer wieder auch Vorreiter bei neuen Geschäftsmodellen zu sein, um ihr eigenes Überleben und vor allem die eigene Qualität zu sichern. Das geht weit über das strategische Instrument „Web 2.0“ hinaus und beginnt schon bei der Unternehmenskultur an sich. Denn erst wenn Kultur wieder an Wert gewinnt und auch keine Scheu hat, diesen Wert nach außen zu transportieren, kann sich das künstlerisches Potenzial auch wirklich frei entfalten. Es gilt also, Kultur zu kommerzialisieren ohne dabei als Künstler oder Kulturschaffender das Gesicht zu verlieren.
Mein Vortrag wird aufzeigen, warum es nötig sein wird, neue Geschäftsmodelle für den Kulturbereich zu entwickeln und warum Kulturbetriebe sich nicht scheuen sollten, auf das Thema „Management“ offener zuzugehen.
Zur Person:
Patrick Breitenbach ist Kommunikationsleiter (Head of Communication & Content) und Dozent an der Karlshochschule International University in Karlsruhe. Seine Schwerpunktthemen liegen im Bereich Marketing (innovative Produkt- und Geschäftsentwicklung ist für ihn ein wesentlich wichtigerer Bestandteil im Gegensatz zu Preispolitik und Werbung), Kommunikation und Web 2.0.
Mehr über Patrick Breitenbach im Internet:
Blog der Karlshochschule, Brainblogger, XING, Twitter, Facebook
Schlagworte: Ökonomie, geschäftsmodelle, Kommerzialisierung, Kultur 2.0, Management, Patrick Breitenbach, Unternehmenskultur



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