Die Sprecher der stART.10: Simon A. Frank „RT @zarathustra: Also! Die Kommunikationskultur von Twitter als (Un)Heilsbringer für den Kunst- und Kulturbetrieb?”

„Die Geschichte der Sprache ist eine Geschichte eines Abkürzungsprozesses; auf dies schnelle Verstehen hin bindet man sich, enger und immer enger“. Als Nietzsche diese Zeilen notierte, war die Welt von Tweets mit 140 Zeichen noch weit entfernt. „Je größer die Gefährlichkeit, um so größer ist das Bedürfnis, schnell und leicht über das, was nottut, übereinzukommen“, mutmaßte er. Heißt das im Umkehrschluss, dass derzeit große „Gefährlichkeit“ besteht?
Die Beschleunigung durch Informations- und Kommunikationstechnologien ist überall spürbar, insbesondere durch die immer kürzer werdenden Intervalle des Aufkommens und Verschwindens neuer Trends im Internet. Trotz des rasanten und gefährlichen Tempos empfehlen die meisten Experten, auf jeden vorbeirasenden Zug aufzuspringen, um so auf keinen Fall den Anschluss zu verlieren. Doch ist es für Museen, Theater, Orchester & Co. wirklich notwendig, bei jedem Hype dabei zu sein? Hat uns der schnelle Absturz Second Life nicht Besseres gelehrt?
Anhand des aktuellen Hypes um Twitter möchte ich in meinem Vortrag zeigen, warum das Experimentieren mit neuen Technologien oft nur eine Vergeudung von Ressourcen ist. Steht jedoch im Vorfeld eine genaue Analyse, die ermittelt, in wieweit die jeweils neue Technologie den kulturpolitischen Auftrag, die Kulturvermittlung und damit im weitesten Sinn auch das Kulturmarketing unterstützen kann, können „webzweinullige“ Technologien durchaus zum Nutzen des Kulturbetriebs eingesetzt werden. Um diese Gegensätze zu veranschaulichen, werde ich die Ergebnisse einer derzeit laufenden Studie präsentieren. Bei dieser analysiere ich im Rahmen des Projekts „Kulturgezwitscher“ die Kommunikation über Kunst und Kultur in Twitter und befrage im Kulturbetrieb tätige Twitter-User nach den Einsatzmöglichkeiten des Microblogging-Dienstes.
Zur Person:
Simon A. Frank studierte Literatur und Philosophie. Danach arbeitete er am IT-Zentrum Geisteswissenschaften der LMU München und absolvierte parallel dazu ein FH-Studium der angewandten Informatik. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Berater und Webprogrammierer für Kultur- und Bildungseinrichtungen ist Frank seit 2006 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kulturmanagement in Ludwigsburg beschäftigt. Nebenbei ist er als freier Berater, Webentwickler sowie Lehrbeauftragter an diversen Hochschulen und Universitäten tätig.
Mehr über Simon A. Frank im Internet:
Frank IT, Website, Blog, XING, LinkedIN, Twitter, Facebook, E-Mail
Schlagworte: Kommunikationskultur, Microblogging, Microblogs, Simon A. Frank, Twitter



[...] This post was mentioned on Twitter by stARTconference, Kolleg KMGNE and Hagen Kohn, Romy Neufeld. Romy Neufeld said: Die Sprecher der stART.10: Simon A. Frank http://bit.ly/a10KeY (via @stARTconference) [...]
Das klingt sehr gut!
[...] September 2010 Am kommenden Freitag, den 10. September 2010 können Sie in meinem Vortrag etwas über das Projekt „Kulturgezwitscher“ auf der stART-Conference in Duisburg hören. Für [...]
[...] Sprechervorstellung [...]