Beim nächsten Treffpunkt KulturManagement am 25. August geht es um das Thema Crowdfunding
Am Mittwoch, den 25. August findet von 9 bis 10 Uhr der nächste Treffpunkt KulturManagement statt. Zu Gast ist diesmal Denis Bartelt, neben Tino Kreßner Gründer und CEO von Startnext, einer Crowdfunding-Plattform, die im nächsten Monat an den Start gehen wird.
Die Idee, die Finanzierung eines Vorhabens nicht von einem einzigen Geldgeber abhängig zu machen ist nicht neu. Mit Hilfe von Crowdfunding-Ansätzen lassen sich Filme, Musikproduktionen oder auch journalistische Beiträge finanzieren. Die Grundidee: viele kleine Beiträge sind leichter zu bekommen als ein einzelner großer. Die Anreize sind dabei ganz unterschiedlich. Manchmal ist man als „Investor“ einfach nur dabei, manchmal partizipiert man an den in Aussicht gestellten finanziellen Erfolgen.
Während Crowdfunding-Ansätze im angelsächsischen Raum weit verbreitet sind, hinken wir in dieser Hinsicht noch etwas hinterher. Der Grund ist schnell gefunden, zumindest im Kunst- und Kulturbereich. Die Finanzierung von Kunst und Kultur ist bei uns Aufgabe der öffentlichen Hand. Nur reichen diese Mittel immer seltener.
Nun kann man natürlich darüber diskutieren, ob sich nicht der Staat um dieses Problem kümmern sollte und man durch solche alternativen Finanzierungskonzepte den öffentlichen Stellen den Ausstieg aus der Kulturförderung erleichtert? Auf der anderen Seite hilft mir eine solche Diskussion recht wenig, wenn ich gerade jetzt eine Projektidee habe und mir das Geld fehlt, das Vorhaben zu realisieren. Oder ich habe eine Idee, die den Förderkriterien nicht entspricht.
Wer ein Projekt auf diese Weise finanzieren wollte, musste sich bis jetzt auf die Plattformen konzentrieren, die im angelsächsischen Raum entstanden sind, zum Beispiel Kickstarter oder RocketHub. Das Prinzip dort ist relativ einfach: ein Projekt präsentiert sich auf der Plattform und versucht, über einen bestimmten Zeitraum eine vorher festgelegte Geldsumme einzusammeln. Gelingt das, wird das Vorhaben realisiert, ansonsten heißt es: Pech gehabt.
Ähnlich funktioniert auch Startnext. Aber weil die Rahmenbedingungen im deutschsprachigen Raum mit denen in den USA nicht zu vergleichen sind, gibt es doch einige interessante Unterschiede. So kooperiert Startnext zum Beispiel mit einer Bank, eine Zusammenarbeit, aus der heraus ein „kostensparendes und einfaches Zahlungsverfahren“ ohne Transaktionsgebühren(!) entstanden ist, wie man auf dem Firmenblog nachlesen kann. Teuer und kompliziert, das waren bis jetzt immer die Gründe, die in unseren Breitengraden den Erfolg solcher Plattformen verhindert haben.
Denis Bartelt wird beim Treffpunkt KulturManagement nicht nur dieses Modell vorstellen, sondern auch erzählen, wie Crowdfunding überhaupt bei uns funktionieren kann und worauf die Initiatoren von künstlerischen Projekten achten müssen, um über Startnext das benötigte Geld einsammeln zu können. Wenn Sie mehr über Startnext wissen wollen oder selbst auf der Suche nach Geldgebern sind, dann freuen wir uns, Sie beim nächsten Treffpunkt KulturManagement begrüßen zu dürfen.
Weitere Infos zum Treffpunkt KulturManagement und eine Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf Facebook und in unserem Wiki. Der Treffpunkt KulturManagement ist ein gemeinsames Projekt von Kulturmanagement Network, Projektkompetenz.eu und der stARTconference.
Tipp: falls Sie am 25. August keine Zeit haben sollten: Tino Kreßner ist auch auf der stARTconference dabei und wird dort im Rahmen seines Vortrags “Crowdfunding als Marketing- und Förderinstrument für Unternehmen und Stiftungen” Startnext vorstellen (weitere Infos dazu finden Sie hier).
Schlagworte: crowdfunding, treffpunkt kulturmanagement


