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Beim Thema Transmedia Storytelling taucht regelmäßig die Frage auf, ob das denn auch etwas für “ganz normale” Kulturbetriebe sei. Gregor Hopf zeigt mit seiner Präsentation seines Projekts “Peer Returns” nicht nur, dass das möglich ist, sondern beweist, dass es dort genügend Geschichten gibt, die es sich zu erzählen bzw. weiter zu erzählen lohnt.
Peer Returns (Peers Heimkehr) ist die zeitgenössische Fortsetzung von Ibsens Peer Gynt in Form eines transmedialen Erzählprojektes, das von einer Episoden-basierten und interaktiven App, über diverse Online-Medien bis hin zu einer Theaterverwirklichung in Form einer Rockoper das Publikum in eine komplexe Storywelt entführen will. Peers Heimkehr setzt inhaltlich dort an, wo Ibsens Peer Gynt aufhört, als Peer am Ende seiner Lebensreise nach Hause zurückkehrt. Gleichzeitig erzählt es in Form eines Rückblicks die bei Ibsen nur kurz erwähnte Geschichte der Kindheit Peers als Sohn eines spielsüchtigen Vaters, der die Familie in den Ruin und sich in den Selbstmord treibt. Zitate aus Edvard Griegs Peer Gynt Suiten werden in die Musik eingeflochten, welche ihrerseits auf einem sehr innovativen Konzept beruht. Ein Heavy Metal A-Cappella Chor stellt sowohl die innere Welt Peers als auch die als real empfundene Welt seiner Phantasie dar. Peer Returns (Peers Heimkehr) ist ein innovatives Bühnen- und Transmedia-Projekt, das in keine traditionelle Schublade passt und hierdurch eine Brücke schlagen will zwischen zeitgenössischer Pop-Jugend-Kultur und europäischer Hochkultur.
Mit seinem Vortrag “Peer Returns – Fallstudie und Plädoyer für transmediales Storytelling” gibt Gregor Hopf einen Einblick in die Art und Weise der konzeptionellen Ausarbeitung eines transmedialen Story-Universums. Er geht dabei auf die Vorteile und Herausforderungen eines transmedialen Ansatzes ein und gibt einen Ausblick auf deren Umsetzung.

Gregor Hopf ist freischaffender Konzepter für Live- und Transmedia-Projekte. Er begann seine Karriere am Broadway, wo er im General Management von verschiedenen Musicals wie „Phantom of the Opera“ oder „Miss Saigon“ tätig war. Anschließend arbeitete er als Produzent und Geschäftsführer für Stella Musical in Deutschland und London, und war für Stage Entertainment GmbH als Director of New Business Development unter anderem für “Cats”, “Holiday on Ice”, “Best of Musical”, “Quatsch Comedy Club” (Hamburg) oder Elton Johns “Aida” verantwortlich.
Als freischaffender Konzepter hat Gregor Hopf Marken- und Onlineauftritte der Theaterkooperationen “Eastend Theater” und “Reeperbahntheater” betreut, Showkonzepte für den Friedrichstadtpalast und für Mehr! Entertainment entwickelt und war beratend tätig für u.a. McKinsey&Company, Palazzo Produktionen, Fliegende Bauten (Hamburg) und CircleOfEleven (Berlin).
Gregor Hopf studierte und promovierte an der London School of Economics and Political Sciences. Er hält außerdem einen MBA der Kelley School of Business. Seit 2007 ist er auch als nebenberuflicher Professor für Medien an der Hamburg School of Business Administration tätig.
Schlagwörter: stART11sprecher, transmedia storytelling
[...] zu Ende sein? Muss sie nicht, wie das Projekt „Peer Returns“ beweist, das Gregor Hopf auf der stART11 vorstellen wird, die in wenigen Tagen in Duisburg [...]
[...] also zur Begrifflichkeit Transmedia Storytelling: Gregor Hopf stellte seinem Vortrag eine Begriffsklärung voraus, der ich persönlich zustimmen [...]
[...] Gregor Hopf kommt vom Theater und versucht dementsprechend die Theaterarbeit in neue Medienkanäle einzubetten. Als Herausforderung sieht er die dadurch entstehende erhöhte Komplexität, denn transmediales Erzählen hat u.a. im Gegensatz zum Theater multiple Einstiegspuntke, der Zuschauer spielt mit, ohne dass es eine direkte Kontrolle gibt, man hat ständige Perspektivwechsel, etc… Die grosse künstlerische Herausforderung unser Generation: nach all der De-Konstruktion der letzten Jahrzehntte in diesem ubiquitär-medialen Umfeld eine neue (transmediale) Komposition zu erarbeiten. [...]