Wie wir die stART11 gemeinsam organisieren werden, haben wir schon beschrieben (s. Ankündigung und Hintergrund). Auch auf das Thema haben wir schon hingewiesen, möchten es aber schon jetzt genauer beschreiben, damit alle wissen, was sie erwartet. Wir wissen durch unsere Berufe, die eng mit der Entwicklung des Webs verknüpft sind, aus unterschiedlichen Perspektiven, dass sich in einem Jahr sehr viel ändern kann. Wir sind aber auch flexibel genug, diese Entwicklungen in die Inhalte der stART11 einfliessen zu lassen.
Wir starten jetzt mit euch/Ihnen, den FreundInnen und UnterstützerInnen von stARTconference, einen Exkurs, dessen Richtung fest gelegt ist, aber dessen Inhalt den gesellschaftlichen, kommunikativen, technischen und wirtschaftlichen Entwicklungen angepasst wird.
Genau wie bei der Organisation der stART11, freuen wir uns auch hierbei auf deine/Ihre Tipps, Erfahrungen und Kreativität. Wir denken, dass auf diese Weise bereits lange vor der Konferenz Wissen und Visionen entstehen, welche die stART11 noch wichtiger für Kunst und Kultur im Social Web machen werden.
Beginnen wir eine Reise!
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Die stARTconference im Jahr 2009 konnte man auf einen einfachen Nenner bringen: „Was ist dieses Web 2.0 und was kann ich damit anfangen?“.
Schon 2010 stellte sich der erste Teil der Frage nicht mehr, wogegen die 2. an Wichtigkeit zunahm. Das Web war mobiler geworden und so hatten sich Nutzung und Social Marketing neuen Begebenheiten anzupassen. Ebenso wurde die Frage nach neuen Geschäftsmodellen gestellt und beantwortet. Wie sie mit der Weiterentwicklung des „Web 2.0“ zu einem „Social Web“ auszusehen haben, war einer der Schwerpunkte in den Vorträgen, Best-Practice-Beispielen und Workshops der stART10.
2011 wird die Welt wieder anders aussehen. Einen Ausblick erlauben wir uns bereits an dieser Stelle und er ist nicht sehr gewagt. Fasst man die Entwicklungen der beiden letzten Jahre im Internet zusammen, ist der nächste Schritt logisch: Narrative Dramaturgie, Technik-Know-How und Kommunikationskompetenz verschmelzen zu einer kreativ-lukrativen Symbiose.
Die Kunst des digitalen Erzählens – wofür im englischen Sprachraum gerade der Begriff des „Transmedia Storytelling“ geprägt wird – wird das Leitthema der stART11 sein, die vom 17.-18.11.2011 in der Duisburger Mercatorhalle stattfinden wird.
Wir haben uns dieses Mal bewusst sehr früh auf ein Leitthema festgelegt. In den Zeiten der rasenden Web-Evolution ist das immer mit einem Risiko verbunden, aber unsere eigene berufliche Erfahrung und der Austausch in unseren Netzwerken zeigt uns, dass wir uns mit dieser Festlegung nicht all zu weit aus dem Fenster lehnen.
Denn egal wie dieses Thema in einem Jahr benannt sein wird: Diese Symbiose wird eine elementare Kraft für die Entwicklung des Webs – sei es nun stationär oder mobil – sein.
Storytelling, wie die Kunst der narrativen Dramaturgie gerne genannt wird, ist schon heute nicht mehr aus der Arbeit von Web-Profis wegzudenken. Keine Kampagne, keine neue Website und auch keine Facebook-Gruppe, die nicht eine Geschichte zur Grundlage hat. Oft entscheidet diese Geschichte und die hierbei eingesetzten Medien darüber, ob die Internet-Nutzer überhaupt Interesse bekunden oder nicht.
Das diese Geschichte auch in ihrer ganzen Breite erzählt werden kann, ist abhängig vom technischen Know-How und der genutzten „Werkzeuge“. Welche Social Networks nutze ich, in welchen Social-Media-Anwendungen lade ich meine Medien, welche Audio-, Foto- und Videogeräte sind Web-kompatibel,…? Fragen über Fragen. Und jede ist individuell zu beantworten.
Doch die wichtigste Frage bleibt: Wie erreiche ich die Menschen, die sich für dieses Thema interessieren? In den Zeiten der Multi-Plattform-Nutzer (so kommuniziere ich selbst über Twitter, Facebook, Xing etc. und lade Medien bei Flickr, YouTube und Co. hoch) kein leichtes unterfangen. Hilft das Storytelling dabei, das Interesse für ein Thema zu wecken, Technik die Botschaft optimal zu „verpacken“ und zu verteilen, bedarf es doch noch einer weiteren Ebene: Der Kommunikationskompetenz im Web. Diese besteht aus Ziel- und Strategieentwicklung, der Analyse von Interessensgruppen und deren Aktivierung für ein Thema, aus Konfliktmanagement und dem Aufbau eines thematisch vernetzten Netzwerk über die Social Networks hinweg (CloudCommunities).
Verbindet man diese 3 Elemente miteinander, entsteht eine neue Kunstform:
Die Kunst des Digitalen Erzählens.
Die stART11 wird sich diesem Thema intensiv widmen und gemeinsam mit Teilnehmern und internationalen Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen Beispiele, Trends und Leitfäden erarbeiten.